Port-au Prince, während der Revolutionszeit Port Republicain genannt, befestigte Stadt von mehr als 600 Häusern an einer Einbucht auf der Westseite der Insel St. Domingo in Westindien. Sie hat zwey gute Hafen, von welchen der eine Kriegsschiffe fassen kann, welche durch kleine Inseln getrennt und gedeckt werden, war der Sitz der Französischen Regierung des südwestlichen Theils der Insel, und eines wichtigen Handels, welcher sich hauptsächlich auf die vielen rings umher verbreiteten Zucker- Kaffe- Indigo- Baumwollenplantagen gründet. Bey den leztern Empörungen der Negern wurden diese Plantagen fast alle zu Grunde gerichtet, und im Jahr 1803 ist sie von dem Negerngeneral Dessalines nach langer Belagerung eingenommen worden. Die Französische Besatzung rettete sich auf ihren Fahrzeugen, und ergab sich den Engländern zu Kriegsgefangenen. Schon im Jahr 1770 war die Stadt durch ein Erdbeben gänzlich zerstört, aber bald wieder hergestellt worden.


Zeitungsnachrichten.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1812]

Zufolge der letzten Nachrichten von St. Domingo hat Christophe Port-au-Prince blokiren lassen, und nöthigt die Schiffe aller Nationen, selbst die Engländer nicht ausgenommen, das Blokadegesetz genau zu beobachten.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1806.
  • Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 81. Mittewoch, den 3. April 1812.
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