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Die königl. preussische Armee.Bearbeiten

Der Generalstab der preussischen Armee besteht aus folgenden in der Armee angestellten Generalen und Stabsoffizieren:

1 Feldmarschall (dem Gouverneur von Berlin Grafen Kalkreuth),
2 Generals der Kavallerie,
7 Generallieutenants,
23 Generalmajors,
23 Obersten,
30 Oberstlieutenants,
147 Majors,
10 Stabsoffizieren und Kommandanten der Garnisonskompagnien, *)
*) Außer diesen sind noch einige wenige Generale und Stabsoffiziere zwar in der Wirklichkeit der Armee, aber ohne eine Anstellung in derselben.

Die ganze Militärverwaltung steht unter dem Kriegsministerio, welches in zwey Abtheilungen zerfällt, das allgemeine Kriegsdepartement und das Ökonomiedepartement. Das allgemeine Kriegsdepartement dessen Chef der Oberst von Haake ist, besteht aus drei Divisionen: die erste begreift alle Personalverhältnisse, die zweite alles, was auf die Bildung der Armee, und den Gebrauch der Truppen Bezug hat, die dritte alles, was die Artillerie, das Geniekorps und das Fortifikationswesen angeht.

Das Militär-Ökonomie-Departement hat vier besondere Divisionen, deren erste und zweite die geheimen Kriegsräthe Westphal und Dreier, die dritte und vierte die Obersten Pronikowsky und Schlieffen zu Chefs haben. Die erste besorgt das Kassenwesen, die zweite die Verpflegung, die dritte die Bekleidung und die vierte die Invalidenversorgung der Armee. Hierzu gehört noch das Kriegskommissariat, welches aus einem Generalkriegskommissär, und 7 Kriegskommissorien besteht. Diese leiten bei Ausbruch eines Kriegs die Ökonomie aller mobilen Truppen.

Der Chef der Artillerie ist der G. M. Prinz August von Preussen. General-Adjutant der Kavallerie ist der Oberst von Borstell, von der Infanterie der General Lieutenant von Kökritz. Flügeladjutanten sind der Kavallerie drei, von der vier Infanterie Stabsoffiziere.

Der Chef des Generalstabs ist der G. M. von Scharnhorst, unter ihm dienen fünf Stabsoffiziere.

In militärischer Hinsicht ist Preussen in folgende General-Gouvernements getheilt:

Berlin . . . F. M. Kalkreuth,
Graudenz . . F. M. Courbiere, *)
Pommern . . . G. d. K. v. Blücher,
Schlesien . . . General L. v. Gravert,
Ostpreussen, Königsberg. G. M. v. Stutterheim,
*) Ist vor kurzem gestorben.

Die Preussische Armee begreift dermal:

Zwölf Regimenter Infanterie,
Vier Kuirassier-Regimenter, worunter das Regiment der Garde du Corps,
Sechs Dragoner-
Sechs Hussaren-
Drei Uhlanen-Regimenter,
Eine Eskadron Garde Uhlanen,
Drei Brigaden Artillerie, unter welchen die reitende Artillerie, und die Kompagnie-Artillerie der Garde mitbegriffen ist,
Zwey Jäger und ein Schützenbataillon, dann
Zehn Garnisons-Kompagnien,
Das Garde Invaliden-Bataillon,
Das Invaliden-Korps und
25 Provinzial-Invalidenkompagnien.

Alle diese Truppen sollen nach dem Tilsiter Friedensschluß nicht mehr als 40,000 Mann betragen.

Ein Preussisches Infanterie-Regiment besteht aus

zwei Linien und
einem leichten Bataillon,
zwei Grenadier-Kompagnien und
einer Garnisons-Kompagnie.

Das Bataillon hat vier Kompagnien auf dem Feldétat 156 Mann und 38 Überzählige, Kremper genannt.

Der Chef des Regiments heißt Kommandeur, und ist gewöhnlich Oberstlieutenant, zuweilen Oberst, selten Major.

Die Bataillone werden von Stabsoffizieren (Oberstlieutenant -- oder einen Major) kommandirt. Die Kompagnie hat einen Hauptmann, einen Ober- zwey Unterlieutenants und 12 Unteroffiziere. In Regimentern und Kompagnien gibt es häufig überkomplete Stabs- und Oberoffiziere. Die Grenadiers von zwei Regimentern formiren ein Bataillon.

Außer den leichten Bataillons der Linien-Regimenter, die ganz auf den Fuß der übrigen Bataillons gesetzt sind, sind noch das

Garde- und
das Ostpreussische Jäger- dann
das Schlesische Schützenbataillon.

Die ersten beiden bestehen bloß aus gelernten Jägern, welches bei dem letzten nicht der Fall ist. Jedes dieser Bataillons hat vier Kompagnien zu 125 Köpfen. Die Artillerie zerfällt in die Ostpreussische, Brandenburgische und Schlesische Brigade. Jede Artillerie-Brigade besteht aus 10 Fuß- und 3 reitenden Kompagnien, welche zusammen 2,000 Mann betragen. Die Brandenburgische hat überdieß noch eine gemischte Kompagnie der Garde-Artillerie.

Eine Kompagnie ist im Felde zur Bedienung zweier Batterien, die jede aus 6 Kanonen und 2 Haubitzen bestehen, bestimmt, und hat überdieß noch 20 Bombardiere für das Wurfgeschütz. Nach dieser Annahme bestünde dann die disponible Feldartillerie der Preussischen Monarchie in 80 Batterien, oder 480 Kanonen und 160 Haubitzen.

Die Kavallerie-Regimenter bestehen aus vier Eskadrons zu 125 Pferden.

Der Kommandeur des Regiments ist entweder Oberst, oder Oberstlieutenant der Eskadronschef entweder Major oder Rittmeister; (gewöhnlich haben zwei Eskadrons Majors, und zwei Rittmeister zu Chefs.) Die ersteren haben zu ihrer Vertretung Stabsrittmeister. Außer dem Rittmeister hat die Eskadron noch einen Oberlieutenant, zwei Unterlieutenants und zwölf Unteroffiziere.

Die ganze Armee ist in Sechs Brigaden eingetheilt; Jede derselben hat einen Brigadier, dann zwei Unterbrigadiere, deren einer die Infanterie, der zweite die Kavallerie zu inspiziren hat.

Die Brigadiere sind selten Generallieutenants, meistens Generalmajors, und manchmal Obersten.

Die Unterbrigadiere sind Obersten oder Oberstlieutenants.

Die Ostpreussische-Brigade besteht aus den Regimentern:

Ostpreussische Kuirassiers,
Lithauer Dragoner,
1tes} Ostpreussisches Infanterie-Regiment,
2tes}
das 1te Ostpreussische Grenadierbataillon.

Die Westpreussische Brigade begreift:

das 2te Westpreussische Dragoner-Regiment,
das 2te LeibhussarenRegiment (ebenfalls schwarz),
Westpreussische Uhlanen,
das 3te und
das 4te Ostpreussische Infanterie-Regiment,
das 2te Ostpreussische Grenadierbataillon.

Die Brandenburgische Brigade

Regiment Garde du Corps.
Regiment Brandenburgische-Kuirassiere,
Brandenburgische-Hussaren,
Leib-Uhlanen-Eskadron,
Brandenburg. Uhlanen-Regiments
Fußbade,
Leibgrenadier-Bataillon,
Leib-Infanterie-Regiment,
Garde-Jäger-Bataillon.

Die Pommersche Brigade:

Dragoner-Regiment Königin,
-- -- Brandenburg,
-- -- Prinz Wilhelm,
Pommersche Hussaren,
1tes Pommersches InfanterieRegiment,
Colberg Infanterie,
Pommersche Grenadiere.

Die Oberschlesische Brigade:

Schlesische Kuirassiere,
Erstes Schlesisches Hussaren-Regiment,
Schlesisches Uhlanen,
1tes} Schlesisches Infanterie-Regiment,
2tes}
Schlesisches Schützenbataillon,
Schlesisches Grenadierbataillon,

Die Niederschlesische Brigade:

1tes Westpreussisches Dragoner-Regiment,
Neumärkische Dragoner,
2tes Schlesisches Hussaren-Regiment,
1tes} Westpreussisches Infanterieregiment,
2tes}
Ostpreussisches Jägerbataillon,
Westpreussische Grenadiere.

Es ist Grundsatz, keine Ausländer mehr in Dienste zu nehmen. Alle waffenfähige Mannschaft ist konskribirt. -- Friedrich I. schon hatte die ganze Monarchie in Kantons eingetheilt, aus welchen die Regimenter ihre Kompletirung zogen. Da nun die Zahl der Regimenter ungemein vermindert worden, so wurden die vormaligen Kantons in größere vereiniget, und den respektiven Regimentern zugetheilt.

In Hinsicht der Bekleidung der Truppen ist jetzt ein ganz neues System angenommen worden.

Die Kompagniechefs haben hiermit nichts mehr zu thun. In den Standorten der Brigadiere sind Bureau's errichtet, deren Chefs die Brigadiers sind. Ein Kommissär mit einigen zugetheilten Beamten besorgt die Geschäfte. -- Die Farbe der Uniform der Infanterie ist blau: das Tuch von besserm Gehalte als vormals. -- Im Winter trägt der Soldat graue tuchene lange Beinkleider und schwarze tuchene Kamaschen, im Sommer leinene weiße Pantalons, und Kamaschen von demselben Stoffe. -- Auch sind sie jetzt mit grauen Mänteln versehen. Der Säbel hängt en Bendolier. Das Riemenzug ist bei der Linien-Infanterie weiß, bei den leichten Truppen schwarz. -- Die ganze Infanterie hat, so wie die Artillerie, Dragoner und Hussaren, Czako's. Außer der Dienstmontur erhält der Mann noch zum Hausgebrauch eine weiße wollene Jacke und leichte Mütze; in dieser Kleidung werden auch die Rekruten exerziert. -- Die Regimenter haben länderweise gleiche Kragen und Aufschläge; die Regimenter der nämlichen Provinz sind wieder durch die Farbe der Achselklappen unterschieden. So sind die Aufschläge der Westpreussischen Regimenter karmoisin, der Ostpreussischen weiß, der Oberschlesischen gelb u. s. f. Die Achselklappen jedes ersten Regiments sind immer weiß, des zweiten roth, des dritten gelb, des vierten blau.

Die Linien-Infanterie trägt auf dem Czako und Patronentaschen den Namenszug des Königs; die leichte hat auf den Patronentaschen keine Abzeichen, und auf dem Czako vorne eine Schlinge und Kokarde von weißer Farbe. Die Grenadiere haben auf der Patronentasche eine Granate, auf dem Czako einen Adler, und tragen Federbüsche. -- Die Garden unterscheiden sich durch goldene Litzen auf dem Kragen von der übrigen Armee.

Die Artillerie hat Czako's, dunkelblaue Röcke mit schwarzen Kragen; die Schlesische Brigade hat gelbe, die Brandenburgische rothe, die Preussische weiße Achselklappen. Die reitende Artillerie unterscheidet sich durch Säbel und Sporn. –

Die Uniform der Kürassiere ist in Parade weiß, à la campagne blau. Sie tragen Helme. -- Die Dragoner sind durchgehends blau; die Aufschläge verschieden. So hat das Regiment der Königin dunkelroth, das Westpreussische lichtroth, das Schlesische weiß u. s. f. Czako's sind ebenfalls ihre Kopfbedeckung. Von den Hussaren ist das 1te Schlesische braun, das 2te Schlesische grün, das 1te und 2te Leibhusaren Regiment schwarz, das Brandenburgische blau u. s. f.

Die Distinktionszeichen der Offiziere sind die verschiedenen Achselklappen von Tuch, deren verschiedene Farben, wie schon angeführt, die Regimenter der nämlichen Provinz unterscheiden. Die der subalternen Offiziere haben einen silbernen Streif in der Mitte, die Hauptleute haben an beiden Seiten, und oben gegen den Hals zu eine silberne Einfassung; endlich erkennt man die Stabsoffiziere dadurch, daß ihre Klappen ringsum mit Silber eingefaßt sind. -- Die Generale haben eine eigene besonders dekorirte Uniform, tragen eine weiße kleine Reigerfeder auf dem Hute, und ihre Achselschnüre sind von gewundenem Golde. -- Die Generaladjudanten von der Infanterie, so wie von der Kavallerie, haben weiße Uniform und dunkelgrüne Kragen, goldene Achselschnüre, und Czako's.

Jeder Gemeine erhält als tägliche Löhnung zwei Böhm Courant oder drei Böhm Münze, 1 ¼Pfund Brod, und den Service an Holz, Stroh und Licht, wenn er in der Kaserne liegt. Der Subaltern-Offizier hat monatlich 17 Reichsthaler, den Service und einen Burschen zur Bedienung, der Stabskapitän 30 Thaler und Service, der Kompagniekapitän 100 Reichsthaler. -- Die wirklichen Stabsoffiziere jährlich (zum Unterschiede von den überkompleten) 1,800, die Kommandeure 2,500 Thaler in gutem Gelde. -- Die angestellten Generale erhalten außer ihrer Gage (die beiläufig 3,000 Thaler beträgt), noch Tafelgelder, und nach ihren verschiedenen Anstellungen noch besondere Zulagen.

Das Exerzieren ist sehr vereinfacht worden. Die Handgriffe bestehen in Präsentiren, Gewehr beim Fuß und Schultern, -- die Manoeuvres in Auf- und Abmärschen, und Deployirungen, die alle im Geschwindschritt geschehen. Die ganze Infanterie wird jetzt weit mehr als vorher im Schießen geübt. Das dritte Glied der Linien-Infanterie ist zu Tirailleurs bestimmt und abgerichtet. Ihre Bewegungen so wie jene der Füsiliers geschehen ohne Kommandowort auf die Signale der Hörner. -- Die ganze konskribirte Mannschaft muß nach und nach zum Dienst brauchbar gemacht werden.

Zu diesem Ende werden bei einer Kompagnie jeden Monat 8 bis 10 Mann aus dem Regimentskanton zur Abrichtung einberufen, und statt derselben eben so viele schon vollkommen ausgebildete Leute wieder nach Haus entlassen. Bei der Kavallerie ist jetzt der Unterricht im Gebrauch des Säbels viel zweckmäßiger. Man lehrt den Reitern auch den Stich, der vorher bei der Armee nicht üblich war. -- Erst neulich ist in Berlin ein Musterbataillon zusammengesetzt worden, zu welchem jedes Regiment eine bestimmte Anzahl Ober- und Unteroffiziere, dann Gemeine abschicken mußte. Der Zweck dieses Bataillons ist, sowohl im Exerzieren als im Dienst eine strenge Gleichförmigkeit für die ganze Armee zu erzielen. Die dort gebildeten Individuen der Regimenter sind bestimmt, nach ihrer Rückkehr zu denselben deren Lehrer und Exerziermeister zu werden.

Die schwere Kavallerie wird aus dem Meklenburgischen, die leichte so viel als möglich aus Pohlen remontirt. Jeder Offizier erhält ein Dienstpferd aus der Eskadron.

Die Artillerie zeichnet sich durch Talente und Brauchbarkeit aus; Tempelhofs Geist, dem sie einst so viel verdankte, scheint noch auf ihr zu ruhen. Man hat bey ihrer neuen Organisation doch nie die alten Grundsätze aus den Augen gelassen; nur ist die vorher bestandene Festungsartillerie ganz abgeschafft worden, und Feldartilleriekompagnien liegen jetzt in den Festungen. -- In jeder derselben ist ein Kapitän Artillerist vom Platze: diese Stellen bleiben einem Individuum 5 Jahre, worauf sie gewechselt werden. Ihre Anstellung hat die nämlichen Dienstverhältnisse wie jene der Ingenieurs de la place. Sie haben die Aufsicht über die Munitionsvorräthe und über das Geschütz, sowohl auf den Wällen als in Arsenälen; doch haben sie mit dem wirklichen Dienste der Kanoniere der Besatzung nichts zu thun. -- Jeder Artilleriekapitän wird vorher in der Hauptstadt geprüft, ehe er die Kompagnie erhält. –

Der Generalstab ist gar nicht zahlreich. Jede Provinz hat ihren Quartiermeisterlieutenant mit einigen Offizieren.

Ihre Beschäftigungen sind militärisch Bereifungen der ihnen zugetheilten Landesbezirke. -- Aufsuchung der besten Stellungen. -- Aufnahme derselben sowohl, als aller übrigen noch nicht mappirten Gegenden *) -- und im Winter verschiedene militärische schriftliche Ausarbeitungen z. B. offensive und defensive Operationsplane, Bewegungen mit Armeen, strategische Manoeuvres aller Gattungen auf bestimmt angegebenem Terrain u. d. gl. -- Einige Generalstabsoffiziere sind auch als Adjutanten bei Generalen angestellt.

*) Eines ihrer Werke ist eine vortreffliche Schlesische Karte, welche aber nicht in Handel oder zum Verkauf kömmt. Nur die Generale und andere hohe Offiziere erhalten davon Exemplare zu ihrem eigenen Gebrauche, wofür sie bürgen müssen.

Die Korps der Pontoniere, Mineurs und Sappeurs sind mit einander vereinigt worden, und stehen jetzt unmittelbar unter dem Geniekorps. Diese Truppe, welche jetzt das Pionnierkorps genannt wird, besteht aus 3 Kompagnien, deren Mannschaft aus allen jenen Gattungen der Handwerker genommen ist, die bei dem Bau der Festungen unentbehrlich sind. Sie haben ihre Offiziere zum Dienst bei der Truppe und zur Aufsicht bei den von ihr auszuführenden Arbeiten eingetheilt; die eigentlichen Ingenieuroffiziere aber sind in den festen Plätzen angestellt. -- In Breslau, in Königsberg und in Berlin ist überall eine Kompagnie dieser Pionniere zur Garnison bestimmt. -- Das ganze Geniewesen ist in 3 Brigaden, in die von Pommern und der Mark, in die von Ost- und Westpreussen, und in die von Schlesien eingetheilt. Die Brigaden inspiziren die Festungen und die Pionierkompagnien ihrer Distrikte; sie stehen unter dem Generalquartiermeister, der Chef des ganzen Geniekorps ist. –

Das Detail und alle jene Geschäfte, die nicht zum unmittelbaren aktiven Dienst gehören, besorgt die dritte Abtheilung des Kriegsdepartements, welche den Titel: Artillerie- und Ingenieur-Departement führt. Dieses Departement revidirt, bewilligt oder ändert alle Projekte zu Verbesserungen der Festungen, neuen Anlagen, Reparaturen, u. s. f. dann die dießfälligen Ausgaben und Einnahmen.

Die Ingenieursakademie in Potsdam, wo sonst Offiziere für dieses Korps gebildet wurden, ist ganz eingegangen. Die Eleven für das Korps werden jetzt in den Kriegsschulen der Armee gebildet. Diese sind in Berlin, Königsberg und Breslau errichtet worden.

Jedes Regiment oder Bataillon schickt einige junge fähige Leute dahin. Sie werden dort durch einen Lehrkurs von zwei Jahren in allen militärischen Wissenschaften unterrichtet, und die vorzüglicheren Schüler nach den Resultaten der mit ihnen vorgenommenen Prüfungen zu Portd'epeefähnrichs befördert. -- Auch viele junge Offiziere benutzen diese Gelegenheit zu ihrer Ausbildung.

Übrigens ist das Ansehen der Preussischen Infanterie und Artillerie vorzüglich schön; die Leute sind gewandt, die Offizere gebildet, und die Truppe geübt.


Zeitungsnachrichten.Bearbeiten

[1812]

Berlin, den 26sten März.

Gestern rückten das brandenburgische Kürassier- und das neumärksche Dragonerregiment, so wie das erste westpreussische Grenadierbataillon, welche bisher hier garnisonirt hatten, von hier nach Schlesien aus.


Berlin, den 28sten März.

Vorgestern rückte das Füsilierbataillon vom Garderegiment zu Fuß, von hier nach Potsdam, und das Garde-Jägerbataillon nach Schlesien, aus.


Quellen und Literatur.Bearbeiten

  • Neue militärische Zeitschrift. Wien 1812. Gedruckt bey Anton Strauß.
  • Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 74. Dienstag, den 26. März 1812. ff.
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