Gedrucktes Bülletin vom Generalgouverneur von Moskau.

(Ohne Datum.)

Unsere Avantgarde ist bey Gjat. Die Posiition unserer Truppen ist furchtbar, und Se. Hoheit, der Prinz, ist gesonnen, eine Schlacht zu liefern. Unsere Armee ist der feindlichen an Anzahl gleich, und wird bis übermorgen um 20,000 Mann stärker seyn. Unsere Truppen sind lauter eingeborne Russen, sämmtlich von gleicher Religion, Unterthanen eines Landes Herrn, die für die Kirche, für Gott, für Habe und Gut, für Frau und Kinder und für die Gräber ihrer Väter fechten. Der Feind schlägt sich, um Brot zu haben; verliert er eine Schlacht, so bleibt ihm nichts als die Flucht übrig.

Es sind Blessirte hier eingebracht, und in dem Pallast Gollowin einquartiert worden; ich habe sie besucht, habe für Nahrungsmittel gesorgt und ihnen Lagerstellen bereiten lassen; sie haben für euch gefochten, ihr müßt sie also auch nicht verlassen und sie durch euren Zuspruch trösten. Nehmt euch auch der verurtheilten Gefangenen an, es sind treue Unterthanen unsers Landesherrn, die es gut mit uns meinen, sollten wir ihnen nicht alle Hülfe leisten?


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 246. Sonnabend, den 12/24. Oktober 1812.
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