Generalbefehl von General Fürst von Schwarzenberg.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


[1] Der General Fürst von Schwarzenberg hat an sein Armeekorps einen Generalbefehl, d. d. Lubica, den 24sten Juny, erlassen, folgenden Inhalts:

"Der Befehl Sr. Majestät, unsers allergnädigsten Herrn, ruft und von Neuem zu den Waffen, das heißt auf die Bahn der Ehre und des Ruhms. Des Monarchen unausgesetzte Sorgfalt für das Wohl seiner Staaten bewog Allerhöchstdenselben, diesem Armeekorps die Bestimmung zu geben, für einen Zweck zu kämpfen, den wir mit andern Mächten gemein haben. Diese Mächte sind unsre Alliirte; wir kämpfen mit ihnen, nicht für sie, wir kämpfen für uns selbst. Unzertrennlich bleibt dieses auserlesene Korps einzig und allein seinen Generalen anvertraut; für beydes bin ich dem Monarchen verantwortlich; für beydes bin ich der Armee Bürge. Die vorzüglichste aller militärischen Tugenden, die Anhänglichkeit an Souverän und Vaterland, läßt sich durch nichts in der Welt besser erproben, als durch unbedingte Aufopferung für dasjenige, was der Monarch den Zeitumstände für dasjenige, was der Monarch den Zeitumständen angemessen anordnet und beschließt u. s. w. . . Auch in diesem neuen Kampfe, den der Staat von uns fordert, werden wir jene Nationaltugend mit neuen Thaten, mit Männersinn und festem Vertrauen auf unsern Monarchen bewähren, der wahres Verdienst nicht unbelohnt lassen wird. Se. Majestät bey Gelegenheit hierauf aufmerksam zu machen, soll stets meine angenehmste Pflicht seyn. Ich lebe in der Ueberzeugung, den Feldzug mit Männern zu beginnen, denen das militärische Ehrgefühl als höchste Pflicht erscheint, die auch in diesem Krieg Alles aufbieten werden, um den Zweck des Monarchen zu erfüllen, und so den alten Ruhm der österreichischen Fahnen in seinem vollen Glanze zu erhalten. Das Armeekorps wird vom 16ten dieses Monats an auf den Kriegsfuß gesetzt; daher die Regimenter ihre Unterofficierschargen auf den Kriegsfuß zu ergänzen und respektive zu ersetzen haben. Se. Majestät haben auch zu bewilligen geruht, daß das Korps von dem Tage, wo es auf den Kriegsfuß gesetzt wird, in Konventionsmünze bezahlt werde; da jedoch die Operationskasse noch nicht vollkommen dotirt ist, so können vor der Hand nur die Gagen vom Kapitänlieutenant und zweyten Rittmeister, und die Löhnungen vom Feldwebel abwärts im Ganzen geleistet werden, vom Hauptmann aufwärts, bis inklusive zum Obersten, wird einstweilen der dritte Theil angewiesen, der Rest aber später nachgetragen werden xc.

Unterzeichnet:

Karl Fürst von Schwarzenberg, General der Kavallerie.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 183. Mittewoch, den 31. July /12. August 1812.
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