Von Bastille bis Waterloo. Wiki
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Von Reisenden.[]

Carl Gottlob Küttner.

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Stralsund den 8. Sept. 1798.

Wir gingen gestern Abends um sechs Uhr unter Segel, und landeten heute Nachmittags um ein Uhr; also achtzehn Meilen in neunzehn Stunden; wenigstens wird diese Ueberfahrt achtzehn deutsche Meilen gerechnet. Acht Stunden brachten wir im Angesichte des Landes zu, denn die Insel Rügen war schon mit Tages Anbruche zu sehen; allein sie wurde bald durch eine andere, Hiddensee, verdeckt, so wie wir uns der Mündung der Oder allmählich näherten. Nachdem wir etliche Stunden an dieser hingefahren waren, kamen wir Rügen wieder näher, und zwischen dieser Insel und der ihr entgegen liegenden Seite von Schwedisch-Pommern mußten wir die übrige Zeit laviren. -- Da, wo Rügen dem festen Lande am nächsten ist, beträgt die Breite des Wassers eine halbe Meile.

Angenehm ist es, daß man auf allen diesen nördlichen Gewässern, nähmlich den Belten, und dem Sunde, zu Ystadt und zu Stralsund seinen Fuß aus dem Fahrzeuge gerade auf das feste Land setzt, während daß an den allermehresten Ueberfahrtsorten in Großbritannien das Ein- und Ausschiffen unter die Hauptbeschwerden der Seefahrt gerechnet werden kann. Man wird in einem offenen Boote oft naß und elendiglich umhergeworfen. Aber Sie erinnern sich, daß die Ostsee keine Ebbe und Fluth hat, und daß hier die Meereshöhe mit wenigen Ausnahmen, einmahl so ziemlich wie das andere ist, so daß man die Landungsplätze darnach einrichten kann; während daß die Packetboote an den Englischen Küsten mehrentheils weit vom Lande liegen bleiben, besonders wenn sie zur Zeit der Ebbe ankommen. Gehen sie aber wieder ab, so laufen sie ebenfalls vorläufig ein Stück in das Meer hinaus, um ihrer Abfahrt auf alle Fälle gewiß zu seyn. Um sie also zu erreichen, muß man sich eines Bootes bedienen, das offen und Winde und Wetter ausgesetzt ist.

Was soll ich Ihnen von Stralsund sagen? Und etwas muß ich doch von einer Stadt sagen, der man gemeiniglich 12 bis 13,000 Einwohner gibt, die die Hauptstadt von Schwedisch-Pommern genannt wird, und einen Handel treibt, der nicht zu verachten ist. Ich habe die Gassen in verschiedenen Richtungen durchwandert, bin auf den Wällen umhergegangen und habe mich umgesehen, so weit als mir es die Schildwachen erlaubten, die für des Commandanten Gras wachten; habe den hauptsächlichsten Punct der Festung untersucht und bin in allen Theilen des Hafens spazieren gegangen. -- Vor zwanzig Jahren hätte ich einen Bogen über das Gesehene geschrieben. -- Von der Seeseite her zeigt sich diese Stadt wirklich sehr hübsch, und hat mehrere ansehnlich und -- wenn Sie wollen, ein paar schöne Kirchen. In den Gassen, die nicht eben auf das reinlichste gehalten werden, findet man eine Menge guter Häuser, worunter sich das des Gouverneurs ganz vorzüglich auszeichnet. Im Hafen sahe ich weit mehr Schiffe, als ich zeither in Häfen (in Schweden und Dänemark nähmlich) zu sehen gewohnt gewesen bin, wenn ich Stockholm, Kopenhagen und Gothenburg ausnehme.

Hier ist, läßt mir so eben der Wirth sagen, unser "Schwedisch-Pommersch-Rügianischer Staats-Calender auf das Jahr der Christen 1798 xc. von Andr. Hulten, Königl. Prof. der Mathematik und Astronomie zu Greifswald." -- Dieß Werkchen ist ein kleiner Quartant; und, da ein königlicher Professor seinen Nahmen dazu hergibt, so sollten die Angaben, die sich darin finden, wohl so ziemlich zuverlässig seyn. Der Verfasser setzt die ganze Bevölkerung von Schwedisch-Pommern im J. 1796 auf 109,066 Seelen, nähmlich 30,770 in den Pommerschen Städten, 1437 in Bergen, 951 in Garz, 52,085 auf dem Lande in Pommern, 21,244 auf dem Lande in Rügen, und 2579 Männer, Weiber und Kinder der Soldaten in der Garnison, wodurch vermuthlich die Garnison von Stralsund gemeint ist, denn erklärt hat sich der Verfasser weiter nicht, da man doch denken möchte, daß auch außerhalb Stralsund Soldaten seyn sollten. Die Bevölkerung dieser letztern Stadt setzt er, ohne die Garnison, blos mit 10,907 Seelen an; die von Greifswald mit 5463, Wolgast mit 3496 und Barth mit 3145.

Stralsund ist, wie Sie wissen, zu allen Zeiten eine Festung gewesen. Unter der letzten Regierung ist viel an ihrer Verbesserung und Erneuerung gearbeitet worden, besonders an der Wasserseite, so daß man sie jetzt für einen sehr festen Ort hält. -- Ich verstehe nur wenig von Festungen, so viel ich ihrer auch gesehen habe; (worunter die allermehresten von Vauban gehören;) aber mich dünkt, daß ich von der Landseite nichts gesehen habe, das ich nicht an vielen andern Festungen besser gefunden hätte, so daß ich, bey einer Belagerung im neuern Style, so gar viel diesem Orte nicht trauen würde. -- Das Rathhaus von Stralsund ist ein sonderbares, schönes gothisches Gebäude, in einem ganz eigenen, sehr ungewöhnlichen Style. -- Wir wohnen im goldenen Löwen, einem ziemlich guten Wirthshause.

Anklam, den 9. Sept.

Schwedisch-Pommern ist im Ganzen ein besseres Land, als man zu sehen erwarten sollte, wenn man bedenkt, daß entfernte und durch ein Meer getrennte Besitzungen gewöhnlich nicht auf die sanfteste Art gehandhabt werden. Aus solchen Provinzen geht immer ein Theil des baren Geldes in die Hauptstadt, aus der es nie wieder zurückfließt, weil es sich -- zwar über das übrige Land, aber selten über die entlegene, vom Meere getrennte Provinz verbreitet. Auch ist der Boden von Schwedisch-Pommern nicht ganz schlecht, und bey weitem nicht so sandig, als einige andere Provinzen, die in diesem Himmelsstriche liegen. Die Dörfer schienen mit recht gut zu seyn, und mochten denn freylich wohl auch dadurch gewinnen, daß ich zeither an die Schwedischen gewöhnt war.

Wir kamen heute Vormittags nach Greifswald, einer recht artigen, freundlich aussehenden Stadt. Die Kirchen, das vorzüglichste Universitätsgebäude und eine Menge Privathäuser sind ansehnlich, und das Ganze hat ein gefälliges Aeußeres. -- Die Universität scheint den unbedeutendsten Theil der Stadt auszumachen; auch höre ich, daß die Zahl der Stunden merklich unter hundert seyn soll. Indessen scheint die Regierung sie nicht ganz zu vernachlässigen, und ich fand unter andern eine nicht unansehnliche Sternwarte, deren Aeußeres wenigstens recht gut in die Augen fällt.

Die Schiffe kommen bis an die Stadt, und zwischen dieser und dem eigentlichen Hafen, der nicht weit davon ist, sah ich ihrer eine ziemliche Anzahl von verschiedener Größe. -- Dicht dabey ist ein Salzwerk, das beträchtlich seyn soll. Die Gradirhäuser indessen sind nur klein.

Wir erreichten noch denselben Abend Anklam, die erste Preußische Stadt, dich an der Grenze. Hier findet man ein beträchtliches Gewerbe und große Thätigkeit. Ich sahe hier mehr Schiffe, als ich in irgend einem Hafen der Schwedischen Mittelstädte gefunden habe, und das Ganze hat ein weit freundlicheres Ansehen, als so manche andere der kleinern Städte, die ich in den Preußischen Staaten kenne. In der That gehört sie, nach Stettin, unter die vorzüglichsten in Preußisch-Pommern. Ich sahe manches sehr gute Haus, und Menschen, deren Sonntagskleidung sehr anständig war. -- Wir übernachteten im Kronprinzen, einem recht guten Hause.

Stettin, den 11. Sept.

Kaum waren wir gestern ein paar Meilen gefahren, als der zunehmende Sand uns erinnerte, wo wir waren und wohin wir gehen. Indessen ist doch dieser Theil von Pommern besser, als der Theil von Brandenburg, den man zwischen Berlin und Wittenberg, zwischen Berlin und Dresden, (oder auch zwischen Pommern und Schlesien, über Frankfurt an der Oder,) durchackert. Man bleibt auf dieser Straße immer in der Nähe des Meeres, und nahmentlich des frischen Haffs, bekommt es aber nur selten zu sehen. Am meisten sahe ich davon, als wir ungefähr auf der nähmlichen Linie mit Usedom waren, einer Stadt, die auf der andern Seite des frischen Haffs liegt.

Zu Mittage kamen wir nach Uckermünde, abermahls ein anständiges, nicht schlechtes Städtchen, das seinen Hafen und seine Schiffahrt hat. -- Im Englischen Hause, wo wir während des Pferdewechsels abtraten, fand ich Alles so reinlich und freundlich, daß ich mein Vergnügen darüber ausdrückte. Dafür mußte ich auch das ganze Haus sehen, wo ich sehr gute Schlafzimmer fand.

Wir kamen dann durch viele Waldung, größtentheils Nadelholz, und über vielen Sand, nach Falkenwalde, einem Dorfe, wo wir freylich nicht zum Besten waren, wo wir aber doch lieber bleiben wollten, als in der Nacht nach Stettin gehen. -- Heute früh hatten wir nur noch zwey Meilen zu machen, auf denen es ebenfalls nicht an Sande fehlte.

Stettin ist ein sehr hübsche und -- was man in diesem Lande so selten findet -- lebhafte Stadt. Sie hat eine Menge guter, ziemlich breiter Gassen, sehr viele recht hübsche Häuser, und einige, die man in vielen Städten Palläste nennen würde. Die Oder gehet durch die Stadt, und ist zugleich der Hafen. Dieser ist, so wie der zu Magdeburg, mahlerisch schön. Ich sah eine Menge Schiffe, und zwar Seeschiffe, während daß Magdeburg bloß ein Hafen für die Elbfahrt ist; Stettin hingegen hat, so wie Hamburg, beydes, die Fluß- und Seefahrt. Die Oder hat hier eine beträchtliche Tiefe, so daß ungefähr alle die Schiffe, für die der Hafen von Stralsund nicht zu seicht ist, auch bis hier herauf kommen können. Freylich will das so gar nicht sagen, denn das Meer vor Stralsund ist viele Meilen weit äußerst seicht, so daß ich mehrere Stunden, ehe wir noch landeten, den Boden sehen konnte. (Dieß ist einer der Ursachen, warum unsere Schwedische Postjacht so gebaut war, wie ich sie Ihnen beschrieben habe.) Die Schiffe müssen sich also genau in dem Fahrwasser halten, welches zum Theil durch Tonnen, noch häufiger durch Reisser, oder kleine verdorrte Bäume, auf beyden Seiten bezeichnet ist. –

Auch vor Ystadt ist das Meer seicht; und die Postjacht, ob sie schon nichts anders thut, als daß sie auf dem nähmlichen Meere hin und herfährt, nimmt jedes Mahl auf beyden Seiten Lootsen ein. An manchen Orten war das Fahrwasser auf der deutschen Seite bey weitem nicht hundert Schuhe breit.

Die Gegend um Stettin ist sehr angenehm, und die hohen Ufer, welche die Oder auf der einen Seite hat, gewähren hübsche Aussichten. Wir machten, nicht ohne Genuß, einen Spaziergang auf ein nahe gelegenes Fort, das, nebst einigen andern Werken, die Stadt bedeckt. Der Fluß ist bald breiter, bald schmäler und hat, über und unter der Stadt, mehrere Inseln, die sich angenehm bilden und das Liebliche der Aussicht vermehren. Kurz, Stettin und seine Gegend umher, sein Handel, sein Wohlstand, seine Heiterkeit und Lebhaftigkeit machen ein Ganzes, das wohl verdient, daß ein Reisender hier länger weilt, als unser Plan es zuläßt.

Schön ist der Platz, mit den daran stoßenden Spaziergängen, auf welchem die Statue Friedrichs II. zu Fuße, in moderner Uniform steht. Die Arbeit ist recht gut, (ich glaube von Schadow;) auch hat der Künstler die Steifheit der Kleidung durch einen rückwärts geworfenen Mantel gebrochen.

Als ich bey der hiesigen Jacobuskirche vorbeyging und sie offen fand, machte ich einen Gang durch dieselbe, und sahe ein großes, sehr hübsches Gebäude, in einem Style, wie man jetzt schwerlich mehr Kirchen bauen wird. Ueberhaupt scheinen die Protestantischen Völker in diesem Puncte sehr haushälterisch zu werden! Vor nicht gar vielen Jahren schlug das Wetter in eine der hiesigen Kirchen und sie brannte ab. Anstatt die Mauern auszubessern und das Gebäude wieder herzustellen, trug man es rein ab. Zu läugnen ist es freylich wohl nicht, daß eine große Menge der ältern Städte mehr Kirchen haben, als die Einwohner je bedurften, auch angenommen, daß, bey der nähmlichen Bevölkerung, der Kirchengeher sonst mehrere waren, als jetzt. -- Wer das Costume der hiesigen Geistlichkeit durch mehr als ein Jahrhundert hindurch zu sehen wünscht, der findet in dieser Jacobskirche eine doppelte Reihe von Portraits in Lebensgröße. Die Bevölkerung von Stettin mit den Vorstädten und andern Gebäuden, die zur Stadt gehören, wird auf 22,000 Menschen gesetzt. Darunter ist aber das Militär, welches gegen 5000 Personen ausmacht, mit begriffen.

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Das Hotel de Prusse zu Stettin ist ein recht gutes Haus. Man sagt mir, auch im Englischen Hause sey man nicht übel.

Bunzlau, auch Alt-Bunzlau, in Schlesien, den 16. Sept.

Wir verließen Stettin den zwölften und gingen über Pyritz (fünf Meilen) nach Soktin, (drei Meilen) wo wir bey guter Zeit ankamen. Bis hierher ging Alles sehr erträglich, und unsere Reise durch Pommern dünkte uns nichts weniger, als langweilig, oder unangenehm. Zwar fanden wir weder das Land, noch die Städte so gut, wie zwischen Stettin und dem Meere; aber wir kamen durch keine unfreundlichen Gegenden, die Straßen waren erträglich, die Postknechten förderten. Allein von Soktin aus bis hierher habe ich im vollen Masse gefühlt, daß wir wieder in den ächten langsamen Strichen von Deutschland sind, in Rücksicht der elenden Straßen sowohl als des ewigen Aufenthalts, den man bey jedem Pferdewechsel findet. Gewöhnlich waren wir funfzehn bis sechzehn Stunden auf der Straße, um sechs Meilen zu machen, und auf dem Wege von Soktin nach Frankfurt, welcher acht Meilen beträgt, brachten wir neunzehn Stunden zu. In Schweden machten wir oft sechs deutsche Meilen in weniger als fünf Stunden, den Aufenthalt des Pferdewechselns mit eingerechnet.

Soktin liegt an einem kleinen See, der das Einförmige seiner Lage etwas bricht. Die Stadt ist unbedeutend. Wir fanden auf der Post erträgliche Zimmer und eine ziemlich gute Bewirthung.

Von Soktin bis Neudamm sind drey Meilen, und zwey nach Cüstrin. Die Lage dieser Festung ist merkwürdig und hat etwas Ungewöhnliches. Das flache Bett der Oder und die niedrige Gegend umher machen, daß dieser Fluß sich hier sehr ausbreitet und die Gestalt eines kleinen Sees annimmt, in welchem Cüstrin zu schwimmen scheint. Wir wurden lange mit der Ueberfahrt aufgehalten und noch länger mit dem Pferdewechsel; indessen hofften wir doch im neun Uhr in Frankfurt einzutreffen, weil ich mir die Straßen um diese Handelsstadt herum nicht ganz schlecht denken konnte, und weil ich meinte, daß sich die drey Meilen wohl in fünf Stunden würden zurücklegen lassen: wobey ich meinen Maßstab nach den drey vorhergehenden Tagen nahm, doch aber etwas zugab, denn zwischen Stralsund und Neudamm brauchten wir zu drey Meilen selten viel mehr, als vier Stunden, wohl aber gelegentlich weniger. Wir brachten neun Stunden damit zu, und kamen um ein Uhr in der Nacht an. Ich weiß nicht, ob ich irgendwo einen tiefern Sandboden, als südlich und nördlich von Frankfurt auf einer Strecke von vielen Meilen gesehen habe. Ist Ihr Wagen schwer, so arbeiten sich die Räder einen Fuß tief in den Sand, die Pferde gehen einen langsamen Schritt, und müssen alle zehn Minuten von der schweren Arbeit ausruhen und Athem schöpfen. An ganz kleinen Anhöhen erwartete ich, daß die Pferde den Wagen nicht würden hinauf ziehen können. (Wir haben auf dieser Reise ein paarmahl acht Pferde über Berge gehabt, über die man leichter fahren könnte, als über die kleinen Anhöhen dieser Sandwüste.)

Frankfurt an der Oder, obschon in Rücksicht auf ihren Handel und ihre Messen eine merkwürdige und wichtige Stadt, hat nur wenig Anziehendes für den Reisenden, der keine Bekanntschaft unter den Einwohnern sucht, unter denen sich manche interessante Menschen finden sollen. Wir gingen in den Gassen umher, und freuten uns der vielen großen und ansehnlichen Häuser und der Aussicht von der Brücke auf den Fluß. Unserm Kleist zu Ehren, der in meinen Augen noch immer einer unserer vorzüglichsten Dichter ist, besuchte ich das einfache Denkmahl, das ihm die Freymaurer auf dem Gottesacker haben setzen lassen; und mit dem nähmlichen Gefühle sah ich den Ort, wo der edle Prinz von Braunschweig retten wollte und ertrank. Die Stelle ist durch ein hübsches Denkmahl von weißem Marmor bezeichnet. Man führte und nachher in einer Kirche, wo ein Gemählde diese That verewigen soll. Es ist von Rode, welcher vergaß, daß die Menschen, die er da aufgestellt hat, darum, daß es gemeine Leute sind, nicht eben plump und grob gezeichnet werden mußten, und daß die Figur des Prinzen keinesweges dieses Contrastes bedurfte. Ohne den Leichnam des Letztern würde es einer Bauernscene aus der Niederländischen Schule gleichen. Uebrigens dünkt mich, daß sein graugrünes, unangenehmes Colorit in diesem Gemählde nach widerlicher auffällt, als in vielen andern, die ich von diesem Künstler gesehen habe. Da hier eine Universität ist, dachte ich, ich müßte doch die öffentlichen Hör- und Ceremoniensäle besehen. Ich ließ mir sie aufschließen: eine Mühe, die ich mir hätte ersparen können.


Quellen.[]

  1. Reise durch Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen und einen Theil von Italien, in den Jahren 1797. 1798. 1799. Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1804.
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