Rezatkreis.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Retzatkreis, der,[1] ist einer von den 15 Kreisen, in welche seit dem J. 1808 die Bairische Monarchie getheilt ist. Er begreift den größten Theil des ehemaligen Fürstenthums Anspach, und dann noch das Gebieth der ehemaligen Reichsstadt Rothenburg, das Nürnbergische Amt Lichtenau, und das deutschordische Amt Virnsberg; ferner als mittelbare Besitzungen Hohenlohe-Kirchberg und Schillingsfürst, Schwarzenberg, Castell, Limpurg-Speckfeld und die Herrschaft Wiesentheid. Den Namen trägt er von dem kleinen Flusse Rezat. Ueber die meist ausgezeichnete Fruchtbarkeit desselben und den Kunstfleiß der Bewohner s den Artikel Anspach. Er hatte im J. 1807 auf einem Flächenraume von 67 QM. 187,854 Einwohner. Die Hauptstadt ist Anspach. Die unmittelbaren Besizungen enthalten die 13 Stadt- und Landgerichte: Marktsteft, Uffenheim, Rothenburg, Gerhardsbronn, Leutershausen, Creilsheim, Feuchtwang, Dinkelsbühl, Wassertrüdingen, Herrieden, Anspach, Gunzenhausen und Heilsbronn. Seit dem J. 1810 hat der Rezatkreis einiges von seinem Umfange auf der Westseite durch Abtretungen an Würzburg und Würtemberg verloren; hingegen einen großen Zuwachs erhalten durch den ganzen Pegnizkreis (mit Ausschluß des Landesgerichts Pottenstein) durch das untere Fürstenthum Bayreuth, durch das Landgericht Hochstadt, und durch das würzb. Landgericht Schlüsselfeld.


Charte vom Königreiche Bayern nach seiner neuesten Eintheilung vom Jahre 1808.

Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
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