Rudelstadt.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Rudelstadt, Rudolstadt,[1] Stadt und Amt, nebst einem schönen Schloß, an der Saale in Thüringen, eine Meile von Saalfeld und vier von Jena, an den vogtländischen Gränzen, ist die Residenz der Fürsten von Schwarzburgrudelstadt, s. Schwarzburg. Die Stadt hat 511. Häuser und 4,500. Einwohner. Das Schloß liegt auf einem Berge: es brannte 1573. und 1735. ab, ist aber schön wieder hergestellt worden. In der Stadtkirche befindet sich das fürstliche Begräbniß; man trift hier auch die Regierung, Consistorium und Rentkammer des Fürsten an; ingleichen ein Gymnasium mit einem Convictorio für einige Stipendiaten. Ferner ist da ein von dem vorigen Fürsten Johann Friedrich gestiftetes Seminarium theologicum, eine seit 1754. angelegte Fabrik von Flanel, Rasch, und andern Zeuchen, in der Nähe eine Porcellanfabrik, und ein adeliches Damenstift, das Bernhardinerstift genannt.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
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