Schelde.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Schelde (französisch Escaut),[1] ein mittelmäßiger Fluß in den Niederlanden, welcher in Artois oder dem jetzigen Departement des Pas de Calais entspringt, durch Flandern fließt, bei Gent die schiffbare Leye oder Lys aufnimmt, und bald darauf bei Antwerpen zum sehr beträchtlichen Strome wird. Die Fluth des Meers dringt nämlich bis über diese Stadt hinauf, verschafft bei derselben der Schelde eine Breite von 1600 Fuß, und zur Zeit noch weiter gegen das Meer hin zunimmt, so wird Antwerpen dadurch zu einem geräumigen und sichern Seehafen. Vier Meilen nördlich von dieser Stadt theilt sich der Fluß in Ost- und Westschelde. Die letztere ist der Hauptfluß, hat den Namen Hond, fließt zwischen Nordflandern und den seeländischen Inseln, und verliert sich bei Flissingen in die See. Von diesem Flusse hatte zur Zeit der französischen Oberherrschaft über die Niederlande der nördliche Theil von Flandern, nebst einem Stück von Brabant, worin Gent die Hauptstadt ist, den Namen des Scheldedepartements (Departement de l'Escaut).


Rijksmuseum Amsterdam.



Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. *Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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