Zeitungsnachrichten.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1806]

[1]

Großbrittanien..

Folgendes sind die Berichte, welche die Regierung über die in den ersten Tagen des Monaths Julius in Calabrien gemacht hat:

1) Schreiben aus Messina vom 5 Jul. Durch die Brittische Kriegsschaluppe Bittern haben wir die Nachricht erhalten, daß die Brittische Armee unter dem Generalmajor Stuart am 1. dies, ohne irgend einigen Verlust auf unserer Seite, in dem Golf von St. Euphemia gelandet ist. Diese Schaluppe hat viele Französische Gefangene mitgebracht. Ueber die Landung haben wir folgende nähere Nachrichten erhalten:

2) Hauptquartier Nicastro, 3. Jul. Am 1. des Morgens landete die Armee ohne Widerstand. Der Vortrab, welcher aus 3 Compagnien leichter Infanterie und einigen Grenadiers bestand, wurde nach einem dicken Gehölze, ungefähr anderthalb Englische Meilen von der Küste, zum Recognosciren gesandt. Er fand daselbst ungefähr 400 Franzosen, welche von den Unsrigen zerstreut, und zur Hälfte zu Gefangenen gemacht wurden. Der Feind hatte 40 Mann an Todten und Verwundeten; unser Verlust war unbedeutend. Die Armee wird diesen Abend zum Angriff des Feindes vorrücken. Die Landleute eilen in Menge zu unsern Truppen. 3000 Calabrier sind schon zu uns gestossen. Ihre Anzahl nimmt mit jedem Augenblicke zu. Der Feind zieht sich zurück, vermuthlich um seine Truppen auf einen Punct zusammen zu ziehen. Das Betragen der Landleute in der Gegend von Nicastro verdient bemerkt zu werden. Nachdem sie die Armee mit Proviant versehen hatten, wollten sie keinen Bezahlung dafür annehmen; da die Engländer ihnen beystünden, so möchten sie einen Theil ihrer reichen Erndte annehmen. Mit Mühe brachte es der General Stuart dahin, daß sie Empfangscheine für die Lieferungen behielten. Sie bezeigen grosse Anhänglichkeit an Ferdinand IV. Ueberall tragen die Bauern rothe Kokarden. Gleich nach geschehener Landung erließ General Stuart eine Proclamation an die Einwohner, worin er erklärte, daß die Fahne Ferdinands IV. wieder an den Küsten wehe, daß man keine Contribution verlange, daß alle Lieferungen an Proviant xc. pünctlich bezahlt werden sollten, daß die Einwohner Waffen und Munition erhalten, daß ihre Religion, Gesetze und Gebräuche in Ehren gehalten werden, und diejenigen, welche es mit dem Feinde hielten, Verzeihung erhalten würden, wenn sie ihre Waffen ablieferten. Gestern kamen verschiedene Transportschiffe mit Französischen Gefangenen aus Golf von St. Euphemia zu Messina an. Nach Landung der Gefangenen segelten sie sogleich wieder mit Verstärkung zu der Armee ab.

3) Schreiben des Contre-Admiral Sir Sidney Smith. Castell von Amantea, 2. Jul. Wir haben diese Festung durch einen Angriff von der Seeseite genommen, da sie zu Lande fast unzugänglich ist. Da sie die Franzosen einmahl verloren haben, so wird es schwer werden sie wieder einzunehmen. Der geringe Menschenverlust bey der Einnahme ist bloß auf feindlicher Seite. Unsererseits ist auch nicht ein Mann verwundet worden. Acht vernagelte Canonen, 2 Fahnen, 400 Gefangene, Waffen und Munition, zum Gebrauche der Unterthanen Sr. Sicilianischen Majestät, sind die Trophäen und Früchte der gestrigen Action. Mit Vergnügen erfahre ich, daß sich die Englische Armee Nicastro nähert. Unsere Aussichten sind von allen Seiten gut. Die Armee landete unter dem Schutze einer Fregatte zu derselben Zeit, als wir Amantea nahmen. Wir haben längs einem beträchtlichen Theil der Küste Alarm verbreitet. Unterzeichnet: W. Sidney Smith.

4) Palermo, 4. Jul. Unser Kriegs- und Marine-Minister, Gen. Colajani, hat so eben durch eine Stafette von dem Engl. Commandanten der Citadell zu Messina, Brigadier Broderick, die Nachricht von einem Siege erhalten, welchen General Stuart am 4. d. in Calabrien über den General Reynier erfochten hat. Nachstehendes ist das Schreiben des gedachten Generals an Brigadier Broderick:

5) Ebene von St. Euphemia, 5. Jul. Ich melde ihnen durch diese wenigen Zeilen, daß ich gestern den General Reynier angegriffen, und nach einer heftigen Action in der Ebene von St. Euphemia völlig geschlagen habe. Die Stärke des Feindes belief sich nach allen eingegangenen Nachrichten auf 7000 Mann Infant., über 300 Mann Cavallerie nebst 4 Canonen. Sein Verlust an Todten, Verwundeten und Gefangenen beläuft sich über 2000 Mann; da aber noch immer viele Gefangene ankommen, welche in den Gebirgen zerstreut gewesen, und da die Niederlage allgemein war, so können zu jenen wohl noch 1000 Mann hinzugefügt werden. Es ist unmöglich, zu beschreiben, was unsere braven Truppen alles gethan und ausgeführt haben. Den General Compere mit verschiedenen andern Officieren habe ich zu Gefangenen gemacht. Hätte ich blos die wenigen Dragoner des 20. Regiments, die zu Messina zurückblieben, bey mir gehabt, so würde keiner entkommen seyn. (Not a soul would habe escaped.) Mit Vergnügen benachrichtige ich Sie, daß unser Verlust in dieser ernsthaften Action im Verhältniß nur gering gewesen ist. Ein Officier und 40 Mann sind getödtet, 11 Officiers und 250 Mann verwundet. Capitain Maclean vom 20. Regiment ist leider getödtet. Oberst Roß landete während der Action mit dem 20. Regiment der Infanterie und stieß zu uns, wodurch es uns in einem sehr krittischen Augenblick einen wesentlichen Dienst leistete. Ich bin xc. Unterz.: Stuart, Gen. Major.

N. S. General Reynier hat sich mit dem Rest seiner Armee nach Catazona gezogen. Ich habe die Obersten Kemp und Roß abgeschickt, um ihn zu verfolgen. Die Französische Leichte Infanterie und unsere Bataillons kamen mit dem Bajonet an einander; erstere wurde fast gänzlich aufgerieben. Wir sind jetzt im Besitz des ganzen jenseitigen Calabriens. Die Königl. Sicilianischen Chasseurs haben sich in der Action am 4. sehr tapfer gehalten. Der Baron Comette, Fähnrich bey diesem Corps, wurde auf dem Schlachtfelde zum Lieutenant ernannt. Wegen der eingegangenen Nachrichten sind heute zu Messina Artilleriesalven gegeben worden.

6) Messina, 12. Jul. Am 8. d. kamen hier verschiedene Englische Transportschiffe von St. Euphemia, unter Begleitung der Fregatte Amphion, an. Sie hatten Englische Verwundete am Bord, worunter der Major Powlett, Capitain Stuart und 9 Officiers waren. Gegen Abend trafen auch viele Franzosen ein, welche in der Action vom 4. zu Gefangenen gemacht wurden. Am 9. gieng von hier unter Begleitung verschiedener Englischer Kriegsschiffe eine kleine Expedition unter dem Brigade-General Broderick ab. Sie bestand aus 410 Engländern und 800 Neapolitanern, welche letztere der Brigadier Duca de Fleresta commandirte. Die Truppen landeten unweit Reggio, wo sich die Franzosen in das dasige feste Castell zurückzogen. Brigade-General Broderick ließ den Französischen Commandanten zur Uebergabe auffordern. Dieser ertheilte folgende Antwort: "Ich habe brave Soldaten und Munition. Ich erwarte Ihren Angriff." Unterz.: Der Bataillons-Chef Oubree.

Hierauf pflanzten die Engländer Artillerie auf, und machten zugleich am 9. von der Seeseite durch mehrere Bombardier- und Canonierschiffe ein heftiges Feuer. Der Feind erwiederte es mit Lebhaftigkeit. Wir hatten an diesem Tage 10 Todte und Verwundete, der Feind 20. Gegen Abend schickte dieser einen Parlamentair mit Vorschlägen zur Capitulation. Diese wurde nicht angenommen. Nach Ankunft eines 2. Parlamentairs kam die Capitulation zu Stande. Zufolge derselben streckte die Französische Besatzung, die aus 668 Mann bestand, das Gewehr, und wurde nach Messina eingeschifft. Wir fanden in dem Castell zu Reggio 9 Artilleriestücke, viele Munition und Lebensmittel. Am 8. war von den Calabriern ein Französ. Detaschement von 50 Mann unter dem Lieutenant Chevillard größtentheils zu Gefangenen gemacht, und nach Reggio geführt. Contreadmiral Sir Sidney Smith bombardirte Scilla; General Stuart hat sein Hauptquartier zu Monte-Leone. Vorgestern kam hier der zum Gefangenen gemachte General Compere an. Er hat in der Schlacht am 4. einen Arm verloren.


Depesche von der General Stuart.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[2]
Am 5. Sept. Morgens kam Capitain Bulkley im Büreaux des Hrn. Windham mit Depeschen des Generals Stuart, Befehlshaber der Engl. Truppen in Calabrien, an, und die Regierung hat die von ihm überbrachten Nachrichten sogleich durch eine ausserordentliche Hofzeitung bekannt machen lassen:

Im Lager in der Ebene von Maida den 5. Jul.

"Mein Herr! Mit dem herzlichsten Vergnügen habe ich die Ehre Ihnen die näheren Umstände eines Vorfalls zu melden, bey welchem die Französische Armee, welche in dieser Provinz gestanden war, eine vollkommene Niederlage durch die Truppen, welche ich commandirte, erlitten hat, um sie Sr. Majestät mitzutheilen. General Reynier scheint, als er unsere Landung zu St. Euphemia erfuhr, einen Eilmarsch von Reggio gemacht, und die abgetheilten Corps bey seinem Vorrücken an sich gezogen zu haben, um uns anzugreifen; er schmeichelt sich mit dem Vertrauen, welches ihn characterisirt, uns zu schlagen. Am 3. dies Nachmittags erhielt ich die Nachricht, daß er sich an dem Tage bey Maida, ungefähr, 10 Meilen von unserer Stellung gelagert hätte, daß seine Macht in dem Augenblicke ungefähr aus 4000 Mann Infanterie und 300 Cavallerie, nebst 4 Artilleriestücken bestand, und daß er erwarte, daß in 1 bis 2 Tagen noch 3000 Mann zu ihm stossen würden, welche in einer 2. Division hinter ihm marschirten. Ich entschloß mich daher nach seiner Stellung vorzurücken, und nachdem ich 4 Compagnien vom Regiment Watteville, unter Commando des Majors Fischer, zurückgelassen hatte, um die Magazine zu decken, und ein Werk zu schützen, welches an unserem Landungsplatz aufgeworfen worden war, marschirte das Corps den nächsten Morgen in folgender Ordnung. Vortrab: Der Oberstlieutenant Kempt, mit 2 Vierpfündner, ein Bataillon leichter Infanterie, ein Detaschement Königl. Cörsischer Jäger, ein Detaschement Königl. Sicilischer Volontairs. Erste Brigade: Brigadegeneral Cole, mir 3 Vierpfündnern, ein Grenadierbataillon, das 27. Regiment. Zweyte Brigade: Brigadegeneral Akland, mit 3 Vierpfündnern, das 78. und 81. Regiment. Dritte Brigade: Oberst Oswald, mit 2 Vierpfündnern; das 58. Regiment, 5 Compagnien vom Regiment Watteville, 20. Regiment, commandirt vom Oberstlieutenant Roß, hat während der Action gelandet. Die Reserve-Artillerie: Der Major la Moine mit 4 Sechspfündnern und 2 Haubitzen. Zusammen 4795 Mann, mit Inbegriff der Königl. Artillerie. General Reynier hatte sich an der Seite einer mit Buschwerk bedeckte Anhöhe, unter dem Dorfe Maida, welches an der Ebene von St. Euphemia hinliegt, gelagert; seine Flanken wurden durch ein dickes und undurchdringliches Unterholz verstärkt. Der Amato, ein sehr seichter Fluß, dessen Ufer aber morastig sind, lief längs seiner Fronte; um zu ihm von der Seeseite zu gelangen, an deren Küste ich marschirte, bis ich seinen linken Flügel in Unordnung gebracht hatte, mußte ich eine grosse Ebene durchschneiden, wo er leicht meine kleinsten Bewegungen beobachten konnte. Nach einigen Plänkeleyen von den Flanqueurs, um die sich entwickelnden Stellungen der beyden Armeen zu decken, waren um 9 Uhr des Morgens die einander entgegenstehenden Linien in ein lebhaftes, Gefecht verwickelt.

Hier schienen die rivalisirenden Nationen vor den Augen der Welt ihre Tapferkeit bewähren zu wollen, und der Vortheil war vollkommen, und auf eine rühmliche Weise auf unserer Seite. Das Corps, welches den rechten Flügel der ersten Linie bildete, war das Bataillon leichter Infanterie, welches vom Oberstl. Kempt befehligt wurde, und aus den leichten Compag. des 20. 27. 35. 58. 61. und 81. Regim. und aus dem Regiment Watteville, nebst 150 Mann Kerntruppen vom Bataillon des 35. Regiments bestand, welches vom Major Robinson befehligt wurde. Sie hatten gegen sich das Favorit-Corps der Franzosen, das erste der leichten Truppen. Beyde Corps thaten in der Entfernung von ungefähr hundert Klaftern einige Salven; dann hielten sie, gleichsam übereinstimmend, mit dem Feuern ein, und rückten in geschlossenen Reihen und in dumpfer Stille gegen einander vor, bis die Bajonette sich zu durchkreuzen anfiengen. In diesem kritischen Augenblicke bemächtigte sich die Furcht der Feinde, sie traten zurück, und wollten fliehen, aber es war nicht mehr Zeit, sie wurden erreicht, und es erfolgte ein schreckliches Metzeln. Der Brigadegeneral Akland, dessen Brigade unmittelbar an den linken Flügel der leichten Infanterie stieß, benutzte mit viel Entschlossenheit diesen günstigen Augenblick, um das vor ihm stehende Corps lebhaft zu drängen. Das tapfere 78. Regiment, welches vom Oberstl. Macleod befehligt wurde, und das 81. Regiment, unter dem Befehle des Majors Plenderleth, zeichneten sich bey dieser Gelegenheit aus. Der in Schrecken gesetzte Feind floh in Unordnung, und verließ die Ebene von seinen Todten und Verwundeten bedeckt. Da der Feind nun so auf seinem linken Flügel völlig in Unordnung gebracht war, so wollte er auf den rechten eine neue Anstrengung machen, in der Hoffnung das Glück der Schlacht zu wenden. Die Brigade, welche der Brigadegeneral Cole befehligte, setzte ihm den kräftigsten Widerstand entgegen. Nichts konnte die unbezwingbare Standhaftigkeit der Grenadiere erschüttern, welche vom Oberstl. O'Callaghan befehligt wurden, und des 27. Regiments, welches der Oberstl. Smith befehligte. Die Cavallerie, welche mit Erfolg auf ihre Fronte zurückgedrängt war, versuchte ihren linken Flügel in Unordnung zu bringen, als der Oberstl. Roß, welcher von Messina kam, am Morgen mit dem 20. Regiment gelandet hatte, und während der Schlacht sich mit der Armee vereinigte, diese Bewegung beobachtet hatte, sich bey Zeiten in einen kleinen bedeckten Ort warf, welcher an ihrem linken Flügel lag, und durch ein unterhaltenes und gut gerichtetes Feuer diesen Versuch gänzlich vereitelte. Diese schwache Anstrengung war das letzte, was der Feind noch that; bestürzt und muthlos gemacht durch die Unerschrockenheit, womit er angegriffen worden war, fieng er an, in Eile zu retiriren, indem er das Schlachtfeld mit Blut bedeckt verließ. Man hat über 700 Leichen begraben. Die Verwundeten und Gefangenen, welche bereits in unsern Händen sind, worunter sich der General Compere und ein Adjutant, der Oberstl. eines Schweizerregiments, und eine grosse Anzahl Officiere von verschiedenen Graden befinden), betragen über tausend. Zu Monteleone und in verschiedenen Posten von hier bis nach Reggio sind noch über tausend Mann, welche ihre Bereitwilligkeit geäussert haben, sich zu ergeben, sobald eine Englische Macht abgeschickt würde, um ihre Unterwerfung anzunehmen, und sie vor der Wuth des Volkes zu schützen. Die Bauern bringen in jedem Augenblicke Flüchtlinge herbey, welche sich im Gehölze und den Bergen nach der Schlacht zerstreut haben. Kurz, nie ist der Stolz unseres eingebildeten Feindes mehr gedemüthigt worden, und nie hat sich die Superiorität der Engl. Truppen ruhmvoller bewährt, als in den Ereignissen dieses denkwürdigen Tages. Se. Majestät wird vielleicht geruhen, einen noch grössern Werth auf die Thaten dieser kleinen Armee zu setzen, wenn er erfahren wird, daß sich die 2. Division, von der man gesagt halte, daß die Feinde dieselben erwarteten, in der Nacht vor dem Gefechte zu denselben gestossen war. Kein Bericht, der mir über ihre Anzahl zu Handen gekommen ist, giebt ihn zu weniger als 7000 Mann an. Unsere siegreiche Infanterie hat den Feind bey seiner Niederlage so lange verfolgt, als es ihr möglich war, da er sich aber nach allen Richtungen zerstreut hatte, und wir uns in der Nothwendigkeit befanden, unsere Ordnung zu behaupten, so konnten wir ihn nicht so leicht verfolgen, als er floh. Der gänzliche Verlust des Feindes in dieser Schlacht kann nicht unter 4000 Mann seyn. Wenn ich den schwachen Verlust, den wir gehabt haben, so wie er unten detaillirt ist, dagegen stelle, so wird Se. Majestät, wie ich hoffe, aus diesem einzigen Factum, die glücklichen Wirkungen der guten Disciplin ersehen, welcher wir die Triumphe verdanken, durch welche unsere Armeen seit kurzem sich so sehr ausgezeichnet haben. Ich setze mich jetzt in Marsch, um mich nach dem Süden zu begeben, und mich vorzubereiten, nach Sicilien zurückzukehren. Ich werde mi h zu dem Ende mit der Armee wieder einschiffen, sobald Se. Sicilianische Majestät mit seiner eigenen Macht solche Einrichtungen getroffen haben wird, um aus den Vortheilen Nutzen zu ziehen, welche diese Expedition gegeben hat. Es ist selten eine Action gewesen, welche den Eifer und die persönlichen Anstrengungen der Individuen so sehr erfordert haben, und selten ein Umstand, wo ein General eine schönere Gelegenheit gehabt hat, sie zu beobachten. Die Generale und Befehlshaber der Regimenter werden einen offenbaren Beweis ihres Verdienstes in dem Detail ihres Betragens, so wie ich es gegeben habe, sehen, als in irgend einem Lobe, welches ich davon machen könnte. Das 58. Regiment und das Regiment Watteville, welche von den Oberstl. Johnston und Watteville commandirt werden, und welche die Reserve unter den Befehlen des Obersten Oswald bildeten, sind in diesem wesentlichen Dienste geschickt geleitet worden. Die Einsicht und die Wirksamkeit, womit der Major Lemoine unsere Artillerie gerichtet hat, sind uns von einem um so grösseren Nutzen gewesen, da es uns an Cavallerie fehlte, und mit Vergnügen berichte ich Ihnen die wesentlichen Dienste dieses eben so nützlichen als ausgezeichneten Corps. Ich bin den verschiedenen Departements der Armee alle Arten von Lob schuldig; aber es ist kein Officier, welchem ich mich in dieser Hinsicht mehr verpflichtet glaube, als dem Oberstl. Bunbury, Gehilfen des Generalquartiermeisters, dem die Armee und ich, für den Eifer und die Thätigkeit, womit er Dispositionen gemacht hat, welche zu diesem wichtigen Zweige des Dienstes gehören, wovon er die Direction hat, alle mögliche Verpflichtungen schuldig sind. Ich bin mit vieler Thätigkeit vom Capitain Tomlin unterstützt worden, der die Functionen des Chefs des Departements des Generaladjutanten versah, und von den Officieren meiner eigenen Familie. Unter diesen letzten muß ich den Oberstl. Moore vom 23. Regiment leichter Drogoner nennen, welcher, da er in Sicilien war, um daselbst seine Gesundheit wiederherzustellen, im Augenblick unserer Abreise, um die Erlaubniß bat, mich b y dieser Expedition zu begleiten; er ist verwundet worden, als er meine Befehle vollzog. Ich muß auch die grosse Aufmerksamkeit und die Dienste des Gesundheits-Departements rühmen, an dessen Spitze sich Herr Grieves als Inspector befindet. Die Arbeiten der bey diesem Departement befindlichen Personen sind durch die grosse Anzahl der verwundeten Gefangenen sehr vervielfacht worden, die sie auf eben die Art, wie die unsrigen, zu besorgen gehabt haben. Die Scene der Action war vom Meere zu weit entfernt, als daß wir von der Königl. Marine unmittelbar hätten unterstützt werden können; aber der Admiral Sir Sidney Smith, der am Abend vor der Action in der Bay angekommen war, hatte die Schiffe und Canonierschaluppen so gestellt, daß sie uns von Nutzen würden gewesen seyn, wenn wir uns im Falle befunden hätten zu retiriren. Aber der Eifer unserer Seemacht, um uns nützlich zu seyn, die Schnelligkeit, womit sie unsere Provisionen landete, ihr Eifer, unseren Verwundeten beyzustehen, und ihre Sorgfalt bey der Behandlung derselben, würden die gleichgültigsten Zuschauer gerührt haben. Ich bin lebhaft davon gerührt worden. Der Contreadmiral hat den Capitain Fellowes vom Liniens iffe Sr. Majestät, Apollo besonders zu dieser Expedition beauftragt, und ich muß die grosse Verpflichtung zu erkennen geben, welche wir diesen Officier in allen Stücken seines Dienstes schuldig sind, so wie auch den Capitains Cocker und Watson, welche die Transporte besorgten. Der Capitain Bulkeley, mein Adjutant, der die Ehre haben wird, ihnen dieses Schreiben zu überreichen, hat mich überall begleitet, seitdem ich im mittelländischen Meere bin, und er kann ihnen daher alle weiteren Nachrichten geben, welche sie über dasjenige verlangen könnten, was die gegenwärtige Expedition betrifft. Ich habe die Ehre xc. Unterzeichnet: J. Stuart, General-Major.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wiener Zeitung. Nro 78. u. 79. September 1806.
  2. Wiener Zeitung. Nro 80. u. 81. October 1806.
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