Schlacht bei Figueras.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 19. November 1794.

Dugommier, einer der ausgezeichnetesten Feldherrn der frühern Periode des französischen Revolutionskriegs, befehligte im J. 1794 die republikanische Ostpyrenäen-Armee. Nachdem er die Spanier, welche de la Union anführte, bei Ceret geschlagen, und nebst mehrern festen Orten auch die Festung Bellegarde erobert hatte, traf er am 17. November bei dem befestigten Flecken Figueras auf den Feind. Auf steilen Höhen standen hier 50,000 Spanier und Portugiesen hinter 80 Redouten als Hort und Schirm der Gränze. Ein blutiges Treffen blieb unentschieden, da von beiden Heeren der rechte Flügel siegte, der linke besiegt ward. Der grössere Nachtheil traf die Franzosen; denn ihr Dugommier (der Turenne der Republik) wurde von einer Haubitze getödtet. Perignon, sein Nachfolger als Oberfeldherr, führte, den Tod des geliebten Vorgängers zu rächen, die Legionen der Republik am 19. zum wiederholten Angriff der spanischen Verschanzungen. Sie stürmten wüthend mit dem Bajonette auf selbe hin, und wurden nach dreystündigem Gemetzel Meister derselben. Was Waffen trug und nicht fliehen konnte, wurde niedergemacht. Die dicht gehäuften Leichen hemmten die Verfolgung. De la Union war unter den Todten. Die Sieger fanden reiche Beute. Figueras er gab sich mit einer Besatzung von 9,000 Mann, welche kriegsgefangen nach Frankreich abgeschickt wurden.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historischer Militair-Almanach des 16. 17. 18. und 19. Jahrhunderts. Mit besonderer Hinsicht auf das letztere, und den oesterreichischen Kaiserstaat. Mit 15 Portraits, für Freunde der neueren und neuesten Kriegsgeschichte von Johann Ritter von Rittersberg. Prag bei C. W. Enders 1825.
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