Stettin.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1]
Stettin, die Hauptstadt von ganz Pommern, an der linken Seite der Oder, im stettinschen District, welcher den Titel eines Herzogthums führt, und das Land zwischen der Oder und Peene und den Inseln Usedom und Wollin unter sich begreift. Diese Stadt ist groß und wohlgebaut, gut befestigt, und enthielt im Jahre 1797 an 1600 Häuser und mit Einschluß des 4884 Mann starken Militärs 22,963 Einwohner, 1802 waren ohne das Militär 18,400 Einwohner. Zur Nachtzeit wird sie mit 315 Laternen erleuchtet. Es sind hier allerhand Manufacturen und Fabriken, besonders von Feuereimern und Schläuchen, Seife, Leder, Tabak, Tuch, Rasch, Zeugen, Hüten, Strümpfen, Baumwolle, Garn, Bändern, Segeltuch, auch eine Ankerschmiede, worin die Anker für alle Schiffe der preußischen Staaten verfertigt werden. Auch werden hier sehr viele Seeschiffe und andere Fahrzeuge erbaut. Der Handel, vorzüglich der Speditionshandel der Stadt ist ansehnlich, besonders erstreckt sich der Seehandel nicht nur auf die Plätze an der Ostsee, sondern auch nach Holland, England, Frankreich, Spanien, Portugal und Italien. Der Seehandel würde noch weit beträchtlicher seyn, vorzüglich mit den Producten und Manufacturen Schlesiens, wenn nicht der Swinestrom oder das Fahrwasser der Stadt für große Schiffe zu seicht wäre, der Sundzoll den Transport vertheuerte, und die Schiffe immer Rückladung hätten. Diese Nachtheile fallen bei Hamburg weg, und daher werden viele Waaren dahin geschickt, die sonst ihren natürlichen Abzug von Stettin aus haben sollten. Der Holzhandel ist einer der wichtigsten Erwerbzweige. Hier befindet sich auch das Hauptmagazin der Seesalzhandlungscompagnie. Die Stadt besitzt zum eigenen Handel über 160 Schiffe. Die Oder theilt sich hier in vier Ströme, davon der eine, welcher die Stadt berührt, die Oder, die andern drei aber die Parnitz und die große und kleine Reglitz heißen. An der linken Seite der Oder liegt die eigentliche und am meisten befestigte Stadt, an der rechten die sogenannte Lastadie, welche in die Länge angelegt ist, und durch die Parnitz, durch Wälle und einige Sümpfe eingeschlossen wird. Außerhalb der Befestigungen liegen die Vorstädte Oben- und Unterwieck und der Tornei. Die Lastadie ist durch eine lange Brücke mit der eigentlichen Stadt verbunden. Unter den öffentlichen Gebäuden zeichnen sich aus das große Schloß, das Gouvernementshaus, das Landschaftshaus mit einer bedeutenden Bibliothek, das alte Zeughaus, die große Caserne, drei Lazarethe und das Seglerhaus mit der Börse und einem Schauspielhause. Die Deutschreformirten, die sehr zahlreiche französisch reformirte Colonie und die Catholiken haben ihre Religionsübung auf dem Schlosse. Die Stiftungen für Hülfsbedürftige sind sehr erheblich. Bei der Stiftskirche zu St. Maria, welche 1789 durch den Blitz zerstört wurde, ist ein königliches akademisches Gymnasium, welches sieben Professores hat, und in welchem die Theologie, Rechtswissenschaft, Medicin, die hebräische, griechische, lateinische, englische und französische Sprache, Mathematik, Philosophie, Geschichte und schöne Redekünste gelehrt werden. Außerdem ist hier noch eine Rathschule mit elf Lehrern. Beide Anstalten sind 1805 unter dem Namen eines königlichen und Stadtgymnasiums mit einander vereinigt worden. Auf dem königlichen Schlosse befindet sich die Regierung über den Vorpommerischen oder Stettinischen Regierungsbezirk der Provinz Pommern, die Kriegs- und Domainenkammer, das vorpommerische Hofgericht, das Gouvernement, das Consistorium u. s. w. Seit dem westphälischen Frieden bis 1713 gehörte Stettin mit seinen Zubehörungen der Krone Schweden. Im gedachten Jahre wurde diese Stadt von den nordischen Verbündeten eingenommen, und der König von Preußen Friedrich Wilhelm I. nahm sie in Sequestration. 1720 wurde sie ihm völlig abgetreten. Am 29sten Oct. 1806 ergab sich die Festung Stettin ohne Widerstand den Franzosen, und blieb gleich mehreren andern Festungen Preußens auch nach dem tilsiter Frieden von ihnen bis 1813 besetzt (s. Russisch-deutscher Krieg). Der Hafen von Stettin heißt Swinemünde, bei dem sich eine Stadt von 2500 Einwohnern gleiches Namens, und eine Festung, die Swine- oder Swinemünder Schanze befinden.


Von Reisende.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Johann Friedrich Zöllner.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[2]

[1795]

Wir sahn Stettin, da wir noch über eine Meile davon entfernt waren, oder vielmehr dort erblickten wir zuerst den Jacobiturm, und allmälig stieg dann die Stadt über den Horizont empor. Sehr viel hat der Anblick durch die Einäscherung der Marienkirche, wovon ich Dir ein andermal umständlicher schreiben werde, verloren. Sie stand auf der höchsten Anhöhe der Stadt, und ragte mit ihrem schönen, 344 Fuß hohen Turme, majestätisch über alle andere Gebäude hervor. Doch auch jetzt noch hat die Ansicht der Stadt ihre Reize. Die Häuser umlagern und krönen in einem bunten Gemische, wogegen die regelmäßigen Festungswerke sehr gut abstechen, von unten hinauf einen Berg, und ungeachtet die meisten Türme abgestumpft und mit geschmacklosen Spitzen geziert sind: so gewähren sie doch in der Ferne einen malerischen Anblick, der durch die schönen Alleen vor den Toren und auf dem Walle sehr verschönert wird.

Im Ganzen kann man Stettin keinen schön gebauten Ort nennen. Einzelne Häuser sind im besten Geschmack angelegt. Viele Straßen sind breit und gerade, und ein paar Plätze machen einen angenehmen Eindruck. Aber mehrere Straßen sind schmal und krumm, in manchen stehen fast lauter schlechte Gebäude, und in einigen Gegenden hat man sich sogar genötigt gesehen, quer über die Straße, zwischen die obern Stockwerke der Häuser, einen Bogen zu wölben, damit sich die Giebel nicht allzu vertraut gegen einander neigen. Selbst in den schöneren Straßen sieht man noch Giebelhäuser, und wenn sie gleich so verziert sind, daß sie sich oberwärts nicht, wie weiland unsere Grenadiere, in eine, das Auge beleidigende Spitze verlieren, so stechen sie doch gegen die Gebäude im neueren Geschmack auf eine unangenehme Art ab. Ich weiß sehr wohl, daß man bei manchen Häusern diese Bauart beibehält, um durch eine desto ansehnlichere Tiefe mehr Raum zu gewinnen. Aber dann könnte man doch, wie z. B. in Lübeck, auch dafür sorgen, den großen Hausstüren ein besseres Ansehen zu geben, und überhaupt in der inneren Einteilung der Gebäude von der hergebrachten Gewohnheit abzugehen. Die größte Unannehmlichkeit ist die Finsternis der hinten hinaus gelegenen Zimmer, und der Mangel an geräumigen Höfen, woran die hohen und enge zusammengebauten Seiten- und Hintergebäude Schuld sind; ein Übel, dem nun nicht mehr abzuhelfen ist! Mich hat, beim Eintritt in einige so dunkle Zimmer, eine wahre Beklemmung überfallen, und bei einem längeren Aufenthalte in denselben würde ich gebeten haben, die Fensterladen zumachen und Licht anzünden zu lassen. Den übelsten Eindruck machen die Straßen, welche bergan gehen. Man steigt nicht nur mit Beschwerde auf und ab, sondern die Häuser bekommen auch durch die Schiefe ihrer Grundfläche ein so widriges Ansehen, daß alle Hilfsmittel der Kunst, das Auge zu täuschen, vergeblich sind. Am meisten ist dies der mit dem sogenannten alten Peterberge, der so steil hinangeht, daß der Abhang von einer Querstraße zur andern gerade so viel beträgt, als eine Windeltreppe von 21 Stufen, auf der man von dem Schweizerhofe in die Fuhrstraße (vielleicht Vorstraße) kommt.

Die schönste Gegend der Stadt ist der große und freie weiße Paradeplatz, wo die Statue Friedrichs II. errichtet ist. Auf der einen Seite umschließen denselben ansehnliche, zum Teil schön gebaute Häuser, und gegenüber erhebt sich der Wall.


Carl Gottlob Küttner.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[3]

[1798]

Stettin, den 11. Sept.

Kaum waren wir gestern ein paar Meilen gefahren, als der zunehmende Sand uns erinnerte, wo wir waren und wohin wir gehen. Indessen ist doch dieser Theil von Pommern besser, als der Theil von Brandenburg, den man zwischen Berlin und Wittenberg, zwischen Berlin und Dresden, (oder auch zwischen Pommern und Schlesien, über Frankfurt an der Oder,) durchackert. Man bleibt auf dieser Straße immer in der Nähe des Meeres, und nahmentlich des frischen Haffs, bekommt es aber nur selten zu sehen. Am meisten sahe ich davon, als wir ungefähr auf der nähmlichen Linie mit Usedom waren, einer Stadt, die auf der andern Seite des frischen Haffs liegt.

Zu Mittage kamen wir nach Uckermünde, abermahls ein anständiges, nicht schlechtes Städtchen, das seinen Hafen und seine Schiffahrt hat. -- Im Englischen Hause, wo wir während des Pferdewechsels abtraten, fand ich Alles so reinlich und freundlich, daß ich mein Vergnügen darüber ausdrückte. Dafür mußte ich auch das ganze Haus sehen, wo ich sehr gute Schlafzimmer fand.

Wir kamen dann durch viele Waldung, größtentheils Nadelholz, und über vielen Sand, nach Falkenwalde, einem Dorfe, wo wir freylich nicht zum Besten waren, wo wir aber doch lieber bleiben wollten, als in der Nacht nach Stettin gehen. -- Heute früh hatten wir nur noch zwey Meilen zu machen, auf denen es ebenfalls nicht an Sande fehlte.

Stettin ist ein sehr hübsche und -- was man in diesem Lande so selten findet -- lebhafte Stadt. Sie hat eine Menge guter, ziemlich breiter Gassen, sehr viele recht hübsche Häuser, und einige, die man in vielen Städten Palläste nennen würde. Die Oder gehet durch die Stadt, und ist zugleich der Hafen. Dieser ist, so wie der zu Magdeburg, mahlerisch schön. Ich sah eine Menge Schiffe, und zwar Seeschiffe, während daß Magdeburg bloß ein Hafen für die Elbfahrt ist; Stettin hingegen hat, so wie Hamburg, beydes, die Fluß- und Seefahrt. Die Oder hat hier eine beträchtliche Tiefe, so daß ungefähr alle die Schiffe, für die der Hafen von Stralsund nicht zu seicht ist, auch bis hier herauf kommen können. Freylich will das so gar nicht sagen, denn das Meer vor Stralsund ist viele Meilen weit äußerst seicht, so daß ich mehrere Stunden, ehe wir noch landeten, den Boden sehen konnte. (Dieß ist einer der Ursachen, warum unsere Schwedische Postjacht so gebaut war, wie ich sie Ihnen beschrieben habe.) Die Schiffe müssen sich also genau in dem Fahrwasser halten, welches zum Theil durch Tonnen, noch häufiger durch Reisser, oder kleine verdorrte Bäume, auf beyden Seiten bezeichnet ist. –

Auch vor Ystadt ist das Meer seicht; und die Postjacht, ob sie schon nichts anders thut, als daß sie auf dem nähmlichen Meere hin und herfährt, nimmt jedes Mahl auf beyden Seiten Lootsen ein. An manchen Orten war das Fahrwasser auf der deutschen Seite bey weitem nicht hundert Schuhe breit.

Die Gegend um Stettin ist sehr angenehm, und die hohen Ufer, welche die Oder auf der einen Seite hat, gewähren hübsche Aussichten. Wir machten, nicht ohne Genuß, einen Spaziergang auf ein nahe gelegenes Fort, das, nebst einigen andern Werken, die Stadt bedeckt. Der Fluß ist bald breiter, bald schmäler und hat, über und unter der Stadt, mehrere Inseln, die sich angenehm bilden und das Liebliche der Aussicht vermehren. Kurz, Stettin und seine Gegend umher, sein Handel, sein Wohlstand, seine Heiterkeit und Lebhaftigkeit machen ein Ganzes, das wohl verdient, daß ein Reisender hier länger weilt, als unser Plan es zuläßt.

Schön ist der Platz, mit den daran stoßenden Spaziergängen, auf welchem die Statue Friedrichs II. zu Fuße, in moderner Uniform steht. Die Arbeit ist recht gut, (ich glaube von Schadow;) auch hat der Künstler die Steifheit der Kleidung durch einen rückwärts geworfenen Mantel gebrochen.

Als ich bey der hiesigen Jacobuskirche vorbeyging und sie offen fand, machte ich einen Gang durch dieselbe, und sahe ein großes, sehr hübsches Gebäude, in einem Style, wie man jetzt schwerlich mehr Kirchen bauen wird. Ueberhaupt scheinen die Protestantischen Völker in diesem Puncte sehr haushälterisch zu werden! Vor nicht gar vielen Jahren schlug das Wetter in eine der hiesigen Kirchen und sie brannte ab. Anstatt die Mauern auszubessern und das Gebäude wieder herzustellen, trug man es rein ab. Zu läugnen ist es freylich wohl nicht, daß eine große Menge der ältern Städte mehr Kirchen haben, als die Einwohner je bedurften, auch angenommen, daß, bey der nähmlichen Bevölkerung, der Kirchengeher sonst mehrere waren, als jetzt. -- Wer das Costume der hiesigen Geistlichkeit durch mehr als ein Jahrhundert hindurch zu sehen wünscht, der findet in dieser Jacobskirche eine doppelte Reihe von Portraits in Lebensgröße. Die Bevölkerung von Stettin mit den Vorstädten und andern Gebäuden, die zur Stadt gehören, wird auf 22,000 Menschen gesetzt. Darunter ist aber das Militär, welches gegen 5000 Personen ausmacht, mit begriffen.

. . . .

Das Hotel de Prusse zu Stettin ist ein recht gutes Haus. Man sagt mir, auch im Englischen Hause sey man nicht übel.


Jean-Philippe Graffenauer.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[4]

[1807]

Von Dargun gingen wir über Demmin, Friedland, Pasewalk und Löcknitz nach Stettin. Diese Reise war ziemlich angenehm; Friedland und Pasewalk sind kleine Städte, mit freundlichen Umgebungen. Löcknitz hat ein altes verfallnes Schloß. Die Wege sind gut, man passirt mehrere große Waldungen.

Stettin, die Hauptstadt von Vorpommern, ist groß und wohlgebaut, sehr befestigt, und hat eine reizende Lage an der Oder. Man trifft hier mehrere treffliche Gebäude, gerade und breite Straßen, und große Plätze; doch giebt es auch viel alte und unansehnliche Häuser, krumme und enge Gassen, in welchen man Berg auf und Berg ab steigen muß.

Der schönste Platz in der Stadt ist der Exerzierplatz. Er ist von beträchtlichem Umfange, und auf der einen Seite mit wohlgebauten Häusern, auf der andern aber von dem Stadtwalle umgeben. Auf diesem Platz steht die Bildsäule Friedrichs des Zweyten aus weißem carrarischen Marmor, von dem berühmten Bildhauer Schadow in Berlin, verfertigt. Im ganzen preußischen Staate ist dieß das einzige, Friedrich dem Großen errichtete Denkmahl.

Der Wall, welcher die Stadt umgiebt, ist, die Oder-Seite ausgenommen, mit Bäumen besetzt, und ein sehr angenehmer Spatziergang. Die Oder strömt zwischen der Stadt und der Vorstadt, die man Lastadie nennt, durch. Von der Oderbrücke hat man einen vortrefflichen Anblick über den mit Schiffen bedeckten Strom und die Kays auf beiden Seiten desselben, welche von Menschen wimmeln.

Das Militair-Hospital in Stettin liegt vor der Stadt am Ufer der Oder. Die Krankenzimmer sind in großen Baracken angelegt, die vormals zu Salz-Magazine dienten. Manche Zimmer fassen vierzig bis funfzig, ja sogar hundert Kranke. Diese haben hier eine sehr gute und behagliche Wohnung, und können, sobald sie die Fenster öffnen, aus ihren Betten den Strom, die vorbeyfahrenden Schiffe, und die freundliche Gegend, die am jenseitigen Ufer liegt, übersehen.

Die ärztliche Ober-Aufsicht führte damals ein alter italiänischer Arzt, der Doktor Bussan, der für sein Alter außerordentlich fleißig und thätig war. Er ist mit einer Römerin verheirathet, die ein seltenes Talent in der Steinschneidekunst und Verfertigung von Kameen nach Antiken besitzt. Sie arbeitete damals an einem Aesculap aus ägyptischem Marmor, und an einem Apollo aus obersteinschem Agath. Sie malt auch in Oel.

Als wir durch Stettin kamen, war man dort sehr eifrig mit der Ausbesserung der Festungswerke beschäftigt. Auf der Mittagsseite der Stadt liegt ein bedeutendes Fort, das Fort Preußen genannt.

Der beliebteste Luftort der Stettiner ist Grabow. Der dahin führenden Weg ist sehr angenehm, denn man findet hier viele stark besuchte Gärten.


Reiserouten durch Deutschland.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[5]

26) Von Berlin nach Stettin und Stralsund.


Zeitungsnachrichten.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1806]

[6]

Berlin, 29 April.

Gestern hat der russ. Gesandte am hiesigen Hofe, Hr. von Alopäus, vom russ. Consul in Stettin eine Staffette bekommen, welche vorgestern abgegangen war, mit der Nachricht, daß die Schweden den Hafen Swinaminde blokiren. Die schwedische Regierung hat auf alle preuss. Schiffe Embargo gelegt; man glaubt, daß nach diesen feindseligen Schritten die Preussen nach Pommern ziehen werden. -- Eine Deputation von der Kaufmannschaft hat sich zu Sr. Maj. dem Könige nach Potsdam verfügt.

Stettin, 29. April.

Die hier liegenden schwed. Schiffe haben von ihren Consuln Ordre erhalten, von hier abzugehen. Es ist ihnen aber vom hiesigen Zollamte angedeutet worden, daß ihre Ausklarirung nicht angenommen werde; daher können die schwed. Schiffe nun nicht mehr abgehen.


[1812]

Vermischte Nachrichten.

[7]

Stettin ist in Belagerungsstand erklärt worden, und es dürften zu dem Ende, wie es heißt, die ausser den Thoren gelegenen Gärten und Landhäuser rasirt werden.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
  2. Johann Friedrich Zöllner's Reise durch Pommern nach der Insel Rügen und einem Theile des Herzogthums Mecklenburg im Jahre 1795: In Briefen. Berlin 1797, bei Maurer.
  3. Reise durch Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen und einen Theil von Italien, in den Jahren 1797. 1798. 1799. Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1804.
  4. Meine Berufsreise durch Deutschland, Preußen und das Herzogthum Warschau, in den Jahren 1805, 1806, 1807 und 1808. Von J. P. Graffenauer, Doktor der Arzneygelahrtheit, vormaligem Arzte bey der großen französischen Armee, mehrerer gelehrten Gesellschaften Mitgliede. Chemnitz, bey Carl Maucke. 1811.
  5. Der Passagier auf der Reise in Deutschland und einigen angränzenden Ländern, vorzüglich in Hinsicht auf seine Belehrung, Bequemlichkeit und Sicherheit. Ein Reisehandbuch für Jedermann von Kriegsrath Reichard, aus Verfasser des Guide des voyageurs en Europe. Berlin, 1806. Bey den Gebrüdern Gädicke.
  6. Bamberger Zeitung. Nro. 128. Donnerstag, 8. Mai 1806.
  7. Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 198. Sonnabend, den 17/29. August 1812.
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