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St. Walpurgis-Stift zu Soest.Bearbeiten


[1] Hat einen Probst, eine Aebtissin und 20 Präbenden, welche in höchste, mittlere und halbe Präbenden eingetheilt werden. Ein Drittel der Präbenden muss reformirt, ein Drittel Lutherisch und ein Drittel katholisch seyn. Die Aufschwörung und die Ahnenprobe ist nicht erforderlich.

Der Probst und die Aebtissin werden in Gegenwart eines Königl. Commissarii von dem Capitul per plurima gewählt und zur Landesherrlichen Bestätigung vorgeschlagen. Auf die Präbenden ertheilen sowohl seine Königl. Majestät als das Stift, letzteres per plurima, Expectanzen, welche nach dem Alter und der Religion einrücken. Resignationen finden zwar statt, müssen aber vom Landesherrn bestätigt werden. Das Jus primariarum precum haben nicht allein Ihre Majestät die Königin, sondern auch der jedesmalige Neue Probst und die neue Aebtissin; die Königl. Precistin geht vor allen vor.


Quellen.Bearbeiten

  1. Handbuch über den Königlichen Preussischen Hof und Staat für das Jahr 1804. Berlin, bei Johann Friedrich Unger.
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