Stura, heissen 3 Flüsse in der Lombardie. Der 1 befindet sich in Montferrat, und ergießt sich beym Flecken Ponte di Stura in den Po. Der 2 an den savoyischen Gränzen, und fällt oberhalb Turin in den Po. Der 3 in dem südlichsten Piemont an den Gränzen der Grafschaft Nizza, und ergießt sich zu Cherasco in den Tanaro.

Von diesem leztern hat nun ein Französisches Departement den Namen Depart. der Stura. Es begreift den südlichsten Theil des ehemaligen Piemonts gegen die Seealpen hin, hatte auf 105 ge. QM im J. 1807 426496, im J. 1803 nur 396500 Einwohner, und wird in die 4 Atrondissements Coni, Mondovi, Saluzzo und Savigliano getheilt. Die Hauptstadt ist Coni (Cuneo). Im J. 1803 zahlte dieses Departem. an Contributionen 3084604 Franken. Es enthält auf der Südseite viele aus den Seealpen vorlaufende Bergketten mit dazwischen liegenden Thälern, hat auf dieser Seite viele Waldungen, vorzüglich von Kastanienbäumen, und beträchtliche Viehzucht, besonders von Ziegen, welche gute Käse liefern. Die nördlichern Thei e sind eben, mit vielen kleinen Flüssen durchschnitten und reich an Getreid, Reis, Wein und Seide, welche hier organisirt, auch zum Theil zu Strümpfen, Flor und Stofen verarbeitet wird.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
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