Von Bastille bis Waterloo. Wiki
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Synagoge.[]

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Synagoge (griechisch Versammlung), auch Judenschule, wird der Ort genannt, wo die Juden sich am Sabbath und andern Festen versammeln, um ihre Gebete zu verrichten, das alle Testament zu lesen, und freie Vorträge über ihre Religion zu hören, wie auch diese Versammlung selbst. Entstanden sind die ursprünglich nur zum Unterricht, seit der Zerstörung der Tempel durch die Römer aber auch zum Gottesdienste bestimmten Synagogen erst nach der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft. Sie sind jetzt die einzigen kirchlichen Anstalten der Juden und die in jeder Judengemeinde dabei angestellten Beamten ein Vorsteher oder Rabbiner, mehrere Aelteste und als Diener der Vorbeter, der Aufwärter und die Almosensammler. Die Liturgie des Gottesdienstes weicht wenig von der christlichen ab, da diese den jüdischen Synagogen nachgebildet wurde. Zu den Zeiten Jesu hatte jedes das Recht, darin Religionsvorträge zu halten; jetzt thun es gewöhnlich nur die Rabbiner. Das Beten geschieht laut, und wenn der Vorbeter angefangen hat, von Allen zugleich; daher das disharmonische Murmeln, das den Ausdruck Judenschule sprichwörtlich gemacht hat.


Quellen.[]

  1. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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