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Tajo.Bearbeiten

Tajo (spanisch und auf portugiesisch Tejo), ist einer von den großen Flüssen der pyrenäischen Halbinsel, welcher fast in der Mitte von Spanien, aus einer kleinen Quelle, Pie-izquierdo genannt, in der Landschaft Aragonien, auf der Sierra von Albaraccin und den Gebirgen der Muela de San Juan, welche acht Monate des Jahres mit Schnee bedeckt sind, entspringt.

Er vergrößert sich nach wenig Schritten seines Laufes durch andere Quellen, und fließt durch die Ebenen, welche seinen Namen führen, in die Provinz Cuença, die er von den Provinzen Soria und Guadalaxara scheidet. Nachdem er einige Gebirge, die seinen Strom unterbrechen, überwunden, fließt er sanft durch die Provinz Toledo, bewässert die schönen Gärten von Aranjuez, wendet sich um die Mauern von Toledo herum, geht dann durch die Stadt Talavera, durchfließt Estremadura, wo zu Alcantara eine prächtige 670 Fuß lange Brücke über denselben führt, und betritt dann, nachdem er 80 Meilen lang Spanien durchflossen hat, das Königreich Portugal, welches er 32 Meilen lang durchströmt. Bei Salvaterra unterhalb Santarem theilt er sich in zwei Hauptarme, den neuen Tejo und Mar del Pedro, vereinigt sich bei Villafranca, erhält eine Breite von zwei Meilen, und mündet sich zuletzt unterhalb Lissabon in das atlantische Meer.

Der Tajo fließt von Nordosten nach Südwesten, ist in Spanien wegen seiner vielen Klippen und Untiefen nicht schiffbar, sondern blos in Portugal, wo er bis über Abrantes hinauf befahren wird und bis Santarem Ebbe und Fluth hat. Er hat gewöhnlich trübes Wasser und tritt jährlich (besonders in Portugal) über seine Ufer aus. Seine vornehmsten Nebenflüsse sind auf der Nordseite: der Xarama (mit dem Henares, Manzanares und Tajuna), Guadarrama, Alberche, Tintar, Alagon, Erxas, Ponzul, Laca und Cecere; und auf der Südseite: der Guadiela, Algodor, Torcon, Sedana, Pusa, Alija, Ibor, Magasca, Salor, Sever, Alpiarza, Zatas und Almansor.


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Quellen und Literatur.Bearbeiten

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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