Texel.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Texel, Tessel,[1] kleine Insel an der Provinz Holland, zwischen dem deutschen Meer und der Südersee. Sie wird durch die Meerenge, Marsdiep, von Nordholland geschieden, ist mit einem festen Castell versehen, und hat eine grosse Rhede, darinn die Schiffe sicher liegen. Aber die Passage durch die Meerenge ist für große Schiffe wegen nicht hinlänglicher Tiefe beschwerlich. Die Einwohner leben hauptsächlich von der Schafzucht und dem Wollhandel, verfertigen auch die bekannte grünen texeler Käse aus der Schafmilch. Es sind 6 Dörfer mit 4950 Einwohn. auf der Insel, welche nun zum Französ. Departem. der Zuydersee gehört.


Texel..[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Texel,[2] Eiland in der Nordsee, welches durch den Marsdiep vom Kontinente getrennt ist. Es hat mit Eierland 6 Dörfer und 4,950 Einw., die eine starke Schafzucht unterhalten und den berühmten Texterkäse liefern. Auf der östlichen Küste ist die bequeme moskowische Rhede, woselbst sich sonst die Ostindienfahrer versammelten.


Zeitungsnachrichten.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1812]

Texel, den 30sten Oktober. [3]

Nach dem Sturm, der am 27sten und 28sten herrschte, ward die Brigg Sr. Majestät, le Genie, von dem Viceadmiral Verhuell, Kommandanten der Eskadre des Texels, zum Rekognosciren ausserhalb der Sandbänke dieser Rhede abgesandt. Sie ward eine russische, halb versunkene Galeasse gewahr, und segelte sogleich auf dieselbe zu. Dieses Schiff, genannt la Julienne-Katherine, kam von Petersburg und zuletzt von Gothenburg, und war mit Hanf und Talg nach London ausgehalten. Zwey Passagiers waren vor Kälte umgekommen und ein Matrose war von einer Woge fortgerissen worden. Der übrige Theil der Mannschaft, die aus 8 Personen bestand, die sich nebst einem Passagier auf das Hintertheil des Schiffs geflüchtet hatten, ist gerettet und nach einem Schiff der Eskadre des Texels gebracht, wo ihnen sogleich der nöthige Beystand verschafft worden. Da aber das Schiff durch einen heftigen Windstoß forttrieb und nicht mehr zu manöuvriren war, so ist dieses den Fluthen preis gegeben worden.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
  2. Neueste Länder- und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Sechster Band. Holland und Westphalen. Prag 1809, in der Diesbachischen Buchhandlung.
  3. Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 280 Donnerstag, den 21. November/3. December 1812.
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