Torne.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Torne, Tornea, Torneo, Städtchen mit 530 Einwohn., in Westbothnien, am Einfluß des Flusses Torne in den bothnischen Meerbusen, auf einer Halbinsel, hat einen guten Hafen. Es wird an diesem Ort Handlung von Finnen, Russen, Norwegern und Lappländern getrieben. Hieher kam König Carl XI., um am 14. Jun. die Sonne, mitten in der Nacht, über dem Horizont zu sehen. Hieher schickte auch König Ludwig XV. die Hrn. von Maupertuis, Clairaut, Camüs und le Monnier, welche in Gesellschaft des berühmten Schwedischen Astronomen, Celsius, in den J. 1736 und 1737 bey Ausmessung der Grade, fanden, daß die Erde nicht Kugelrund, sondern gegen die Pole eingedrückt ist. Die Messung wurde 1805 mit größerer Genauigkeit wiederholt. Im Anfange des 1715ten Jahrs ward diese Stadt von den Russen eingenommen, aber 1721 im Nystadtischen Frieden an Schweden wieder abgetreten. 1809 kam sie wieder an Rußland, und ist jezt die Gränzstadt gegen Schweden.


Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
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