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Valetta.Bearbeiten


Valetta,[1] die bewunderte Hauptstadt der brittischen Insel Malta, einst der Hauptsitz des Malteserordens und jetzt noch eine eigentlich aus 5 Theilen, Citta nuova, Citta Vittoriosa, Senglea, Burmola und Cottonera, bestehende gutgebaute Stadt, die von der Seeseite mit ihren vielen Paläste und ihren prächtigen Kirchen einen überaus reizenden Anblick gewährt und in 3500 Häusern 33,470 Einw. zählt. Sie hat 3 eben so geräumige als sichere Häfen, und ist seit der brittischen Besitznahme ein Markt für die Barbarei geworden, auch zum Freihafen erklärt. Ihr Handel nimmt von Tage zu Tage zu, auch unterhalten ihre fleißigen Bewohner mehrere Manufacturen. Bewunderungswürdig sind ihre Festungswerke, die meistens in Felsen eingehauen sind und den Platz unbezwinglich machen, wenn Eintracht seine Vertheidiger beseelt und es nicht an Nahrung und Munition fehlt. An ihren Mauern brach sich 1565 Suleimans Glück, und die muthvolle Vertheidigung der Ritter, die seine ganze Macht bedrohete, gehört gewiß unter die schönsten Thaten des sechzehnten Jahrhunderts. 1798 lieferte sie Verrath den Franzosen, 1800 Hunger den Britten in die Hände.


Quellen.Bearbeiten

  1. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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