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Walckenried.Bearbeiten


Walckenried,[1] Kloster und Flecken, neben der Grafschaft Hohenstein, in Thüringen, war vor diesem eine unmittelbare Cisterzienser-Reichsabtey, wurde aber im westphälischen Frieden secularisirt, und dem Hause Braunschweig, als ein Reichslehn, mit allem Zugehörigen auf ewig überlassen. Durch Vergleich kam es 1672 an die Wolfenbüttelische Linie, die es als ein Amt verwalten läßt. Das Stift hatte keine Stimme auf dem Reichstag, wohl aber beym Obersächs. Kreise, bezahlte auch noch zu einem Römermonat 48 fl. und zu einem Kammerziele 101 Thl. 36½ kr. Die Güter desselben, oder das jetzige, mit dem zum niedersächs. Kreise gehörigen Fürstenthum Blankenburg vereinigte Amt, liegen auf dem Harze, haben große Waldungen, viel Eisen, gute Viehzucht und 3353 Seelen, nach der Zählung im J. 1800, welche sich von den Bergarbeiten, Holzhauen, Kohlenbrennen und Verfertigung von Büttnerarbeit nähren. Der Flacheninhalt dieses Bergstriches beträgt 1¾ QM. Seit 1807 gehört dieses Ländchen zum Königreich Westphalen, Departem. des Harzes, Bezirk Nordhausen. Der Flecken Walkenried hat 349 Einwohner, die schönen Klostergebäude, und in der Nähe Alabaster- und Gipsbrüche.


Quellen.Bearbeiten

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
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