Weissenfels.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Weissenfels, Amt und Stadt an der Saale, im Thüringischen Kreis, dem Könige von Sachsen gehörig. Oberhalb der Stadt ist auf einem weissen Felsen das ehedem schöne Schloß Augustusburg, auf welchem die Herzoge von Sachsen-Weissenfels, welche 1746 aussturben, residirten. Die Stadt hat, da kein Hof mehr hier ist, an ihrer Nahrung viel verlohren. Es sind hier viele Gold- und Silber-Arbeiter, Wollenspinner und Strumpfstricker; ferner eine Superintendentur, eine lateinische Stadtschule und ein Hospital. Die Zahl der Bewohner in 626 Häusern beläuft sich über 4000. Die große, bedeckte hölzerne Brücke über die Saale wurde 1757 von der französischen Truppen abgebrannt, und 1780 wieder hergestellt. Im J. 1776 litte die Stadt großen Brandschaden. Bey der Stadt sind beträchtliche Brüche von feinen Sandsteinen, welche verführt werden. Im Amte liegen 5 Städtchen und gegen 200 Dörfer.


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Quellen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
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