VVeil, VVill, VVeilerstadt, ehemalige freye Reichsstadt in Schwaben, am Fluß Würm, 3 Meilen von Tübingen gelegen, ist der katholischen Religion zugethan, und enthält 1672 Seelen, im Jahr 1807. Die fast einzige Nahrung giebt der fleißig betriebene Feldbau, doch sind auch Wollenzeuchweber und eine Schönfärberey und beträchtliche Gerbereyen in der Stadt. Ein Gebieth hat sie ausser ihrer Feldmarkung nicht. Die Einkünfte schätzte man auf 6000 Gulden. Im J. 1802 wurde die Stadt als Entschädigung an Würtemberg gegeben, und gehört nun zum Oberamte Leonberg, im Stuttgarder Kreis oder der Landvogtey Rothenberg. Weil ist der Geburtsort des berühmten Kepplers.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
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