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Von den Winterquartieren.Bearbeiten

Die Winterquartieren werden zu der Zeit, wenn die rauheste Witterung einfällt, genommen, und sind darzu bestimmt, daß die Armee sich von den während des Feldzugs ausgestandenen Feindseligkeiten erholen, und auf den folgenden Feldzug in gehörigen Stand setzen könne. Daher muß die Bequartierung derselben viel geräumiger, als bey den Cantonnirungen, eingerichtet werden, damit die Truppen alle nur mögliche Bequemlichkeit und Ruhe genießen können.

Diese Quartiere sind indeß ebenfalls hinter solchen Gegenden, wo man die Passage mit Vortheil streitig machen kann, anzulegen, auch die nämliche Vorsicht, wie bey den Cantonnirungsquartieren, in gehöriger Verhältniß, und nach der größern oder geringern Entfernung des Feindes und den übrigen Umständen gemäß, anzuwenden.

Da sich der commandirende General mit dem Befehlshaber der gegenseitigen Armee dahin vergleichen kann, daß die Feindseligkeiten beyderseits auf eine gewisse Zeit unterbleiben, so kann solches zum Soulagement der Truppen allerdings geschehen, doch hat man sich niemals so sehr darauf zu verlassen, daß man dadurch die allgemeinen zur Sicherheit dienlichen Regeln hinter ansetzen und versäumen dürfe.


Quellen und Literatur.Bearbeiten

  • Generalreglement, oder Verhaltungen für die Kayserl. Königliche Generalität. Anhang Auszug aus ganz neuen noch ungedruckten Nachrichten von der jetzigen Stärke der Kayserlich-Königlichen Armee. Frankfurt und Leipzig in Commißion bey Gotthelf Immanuel Klimbt. 1794.
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