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Frankenstein.Bearbeiten


Frankenstein,[1] Hauptstadt in dem davon benannten Kreis, im Fürstenthum Münsterberg in Schlesien, am Pausabach, hat eine katholische Pfarrkirche und ein Dominicanerkloster. Sie ist eine der am besten gebaueten Städte in Schlesien und hatte im Jahr 1795. 3,527 Einwohner. Das Land trägt schönes Getreide, sonderlich Weitzen. Der wöchentliche Getreidemarkt giebt auch der Stadt die meiste Nahrung. Unter den Handwerkern findet man besonders viele Schuster und Tuchmacher. Die Stadt gehört dem Grafen von Schlabrendorf.


Zeitgeschichte der Stadt.Bearbeiten


[2] 1793 erhielten die evangelischen Bürger Erlaubniß die Kirche zu besuchen, welche aus dem ehemaligen Schmetterhause blos für die Besatzung eingerichtet worden war, und

1803 beschenkte der Mahler Krause dieses Gotteshaus mit einem vortrefflichen Altarblatt.

1807 hatten die guten Frankensteiner sehr oft ungebetene Gäste, indem in ihrer Nachbarschaft die Vestung Glatz von den Rheinbündnern belagert wurde. Doch ging es glücklicherweise ohne grobe Plünderung ab.

1816 erweiterte man durch unternommenen Bau die katholische Bürgerschule, und verlegte die evangelische in das aufgehobene Dominikanerkloster.

1817 vereinigten sich die Einwohner freiwillig die häßlichen Dachschnabelrinnen abzuschaffen und dagegen blecherne Abflußrohren anzulegen. Auf diese Art gewinnt das äußere Ansehn dieser uralten Stadt, deren Schloß aber schon seit 150 Jahren Ruin ist.


Quellen.Bearbeiten

  1. Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Neu bearbeitet von Konrad Mannert, Königl. Bairischen Hofrath und Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.
  2. Zeitgeschichte der Städte Schlesiens mit Abbildungen herausgegeben von D. Christ. Friedrich Emanuel Fischer und Carl Friedrich Stuckart. Schweidnitz bei Carl Friedrich Stuckart. 1819.
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