Zell am Hammersbach, ehemalige kleine freye Reichsstadt, in der Ortenau, in Schwaben, 3 Meilen von Strasburg, welche unter dem Schutz des Hauses Oesterreich stund. Sie ist der katholischen Religion zugethan. Hat in der Stadt 57 und in der Vorstadt 55 Häuser, im Ganzen 1069 Einwohner, eine Fayence- und Steingutfabrik, auch ein Gesundbad in der Nähe, ausserdem keinen Handel, auch wenig fruchtbaren Boden. Mit ihr stehet das Thal am Hammersbach, welches ein unmittelbarer Reichsstand ist, nur in soweit in Verbindung, daß es zu den Reichs- und Kreisanlagen den dritten Theil beyträgt. Die Besitzungen der Stadt bestehen aus dem Thale Nordrach, dem Gute Grebern und etlichen Dörfern, so daß die Zahl der Einwohner von Stadt und Land auf 3000 steigt. Die Einkünfte schätzte man auf 6000 Gulden.

Im J. 1802 wurde diese Reichsstadt dem Hause Baaden zugetheilt, und gehört jezt mit ihren Besitzungen zum Amte Gengenbach im Kinzigkreise.

Zu einer Römermonath zahlte die Stadt 11 fl. 30 kr. und zu einem Kammerziel 14 Thlr. 35 Kr.

Ihr Wappen ist ein schwarzer Adler, im silbernen Felde.


Quellen und Literatur.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.
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